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Duell bei der Vorsorge

Der Gemeinderat schlägt für den Wechsel der Pensionskasse zwei Varianten vor. Ende Juni entscheidet das Parlament, ob und wie das Geschäft der ­Bevölkerung vorgelegt wird.

Im vergangenen Herbst sprachen sich die Mundiger Stimmbürger gegen die Sanierung der PVS BIO aus. Welcher Pensionskasse tritt Ostermundigen nun bei?
Im vergangenen Herbst sprachen sich die Mundiger Stimmbürger gegen die Sanierung der PVS BIO aus. Welcher Pensionskasse tritt Ostermundigen nun bei?
Beat Mathys

Die Gemeinde Ostermundigen will sich einer neuen Pensionskasse anschliessen. Der Gemeinderat präsentierte gestern vor den Medien zwei Varianten: einerseits die private Vorsorgestiftung SHP. Andererseits die Personalvorsorgekasse der Stadt Bern (PVK Bern).

«Wir favorisieren keine der beiden Varianten», sagte Gemeindepräsident Thomas Iten (parteilos). Der Stimmbevölkerung solle ein Variantenangebot vorgelegt werden. Da­rüber entscheidet jedoch das ­Gemeindeparlament, welches das Geschäft Ende Monat beraten wird.

Nachdem Ittigen und Bolligen die gemeinsame Personalvor­sorgeeinrichtung BIO verlassen hatten, sprach sich vergangenen Herbst auch die Mundiger Stimmbevölkerung gegen deren Sanierung aus.

Das deutliche Resultat der Abstimmung veranlasste den Gemeinderat dazu, ebenfalls einen Wechsel der Pensionskasse ins Auge zu fassen. Gestern zeigte er nun auf, was dies kosten wird. Ein Anschluss an die SHP schlägt demnach mit 26,7 Millionen Franken zu Buche.

Für einen Wechsel zur PVK Bern rechnet der Gemeinderat mit 21,05 Millionen Franken. Darin enthalten sind auch die Sanierungsbeiträge und die Abfederungsmassnahmen für ältere Arbeitnehmer. Diesen droht durch den Wechsel ein Rentenverlust von bis zu 30 Prozent. Durch die Abfederung sollen es nicht mehr als 12 Prozent sein.

Mitarbeiter sind für PVK

In einer Konsultativabstimmung hätten sich die Gemeindemitarbeiter für die PVK entschieden, sagte Ivo Wild. Er ist der Vertreter der Gemeindeangestellten in der Personalvorsorgekommission. «Bei ihr erhalten wir höhere Zinsen für unser angespartes Geld.» 2,75 Prozent beträgt die Verzinsung. Bei der SHP sind es lediglich 1 Prozent.

Nicht überzeugt von der PVK Bern ist indes Colette Nova. Sie politisiert für die SP im Gemeindeparlament. Die hohe und garantierte Verzinsung sei ihr ein besonderer Dorn im Auge.«Das ist momentan weit weg von den Renditen, die man erwirtschaften kann.»

Hinzu komme, dass das Modell der PVK auf einer Staatsgarantie basiere. «Reicht die Rendite nicht aus, dann gibt es Zusatzrechnungen an den Arbeitgeber.» Und damit an die Gemeinde.

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