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Eher ein Sanktiönchen als Sanktionen

BZ-Redaktor Tobias Marti kommentiert den neuen Leistungsvertrag zwischen der Stadt Bern und der Reitschule.

Wie griffig der neue Leistungsvertrag zwischen der Reitschule und der Stadt sein wird, kann man jetzt noch nicht sagen. Der Gemeinderat wird bei jedem ­Ereignis neu entscheiden müssen, ob und in welcher Höhe er die Ikur sanktionieren will. Erst dann wird sich zeigen, ob der Reitschule 60'000 Franken mehr oder weniger im Jahr überhaupt wehtun. Schliesslich hat der Betrieb mit 90 Prozent fast den höchsten Eigenfinanzierungsgrad aller Berner Kulturinstitutionen. Die Kasse ist auch ohne Subventionen gut gefüllt. Es bestehen darum Zweifel, ob das Sanktiönchen am Verhaltenetwas ändern wird.

Erwähnenswert ist immerhin, dass nun erstmals konkrete Sanktionen festgeschrieben wurden. Bis anhin hiess es lediglich, die Stadt könnte bei Vertragsverletzungen theoretisch sanktionieren. Wie genau dies passieren sollte, war nirgends geregelt. Der Vertrag war eine einseitige Sache. Einer zahlte, der andere machte, was er wollte. Sanktionen gab es nicht.

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