Eigerplatz feierlich eröffnet

Bern

Über ein Jahr lang wurde am Eigerplatz in Bern gebaut und saniert. Seit Montag rollt der Verkehr wieder.

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Nach mehr als einjähriger Bauzeit haben die Bernerinnen und Berner am Montagmorgen den umgestalteten Eigerplatz wieder in Beschlag genommen. Behördenvertreter würdigten den Platz als «attraktive Gesamtverkehrslösung».

Die einst unübersichtliche Kreuzung mit Ampeln wurde durch einen Kreisel (mit Ampel) ersetzt. Auf dem Platz gilt neu Tempo 30, die Verkehrsströme wurden entflochten sowie Querungen für Fussgänger und Velofahrer sicherer gemacht.

Die Verkehrsachsen wurden beruhigt und dem Verkehr «eine Ecke abgetrotzt» für die Bewohnerinnen und Bewohner des Mattenhofquartiers, wie Daniel Imthurn, Kopräsident der Quartierorganisation QM3 in einer Mitteilung der Stadt Bern zitiert wird.

Ausserdem wurden Gleise ersetzt und die Haltestellen der Tramlinie 3 und der Buslinie 10 zusammengelegt. Neu endet die Buslinie 28 nicht mehr am Eigerplatz, sondern führt weiter bis zum Bahnhof Weissenbühl. Damit entsteht eine schnelle Verbindung von der S-Bahn aus dem Gürbetal zu den Arbeitsplätzen in den Quartieren Mattenhof und Monbijou.

Anwohner haben Geduldsprobe überstanden

Mit der Eröffnung des neuen Platzes verschwindet eine Grossbaustelle, die Bauverantwortlichen, Anwohnern und Verkehrsteilnehmern einiges an Geduld und Ausdauer abverlangte. «Die Belastung für die Wohnbevölkerung, das Gewerbe und das gesamte Quartier war sehr gross», wird Gemeinderätin Ursula Wyss in der Mitteilung zitiert. Doch das alles habe sich gelohnt.

Die Bauarbeiter hatten mit diversen Widrigkeiten zu kämpfen: im Frühsommer 2016 regnete es während Wochen und im Winter war es zeitweise extrem kalt. Im Juni 2017 drückte tagelang die Hitze. Zeitweise waren mehr als 100 Leute auf der Baustelle tätig. In den kommenden Wochen werden noch kleine Fertigstellungsarbeiten ausgeführt.

Zudem wird das neue «Eigerpärkli» eingerichtet, mit Bäumen, Bäumen und Brunnen. Offiziell wird der Platz am 10. September der Bevölkerung im Rahmen eines Festes übergeben, das mit dem autofreien Sonntag kombiniert wird.

Die Stimmbevölkerung sagte 2015 mit gut 73 Prozent Ja zur Neugestaltung des Platzes. Die Gesamtkosten von rund 48 Millionen Franken dürften nach Angaben von Stadtingenieur Hans-Peter Wyss eingehalten werden.

tag/sda

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