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Ein flügellahmer Drache sucht ein neues Daheim

Er war ein Symbol gegen Atomkraft, nun ist er in einer Mulde in der Zivilschutzanlage Riedbach gelandet. Der Holzdrache aus dem Anti-AKW-Camp sucht ein neues Daheim. Sein Erbauer hat keinen Platz für das Ungetüm.

Wer will mich? In der Zivilschutzanlage Riedbach ist der Holzdrache vorerst gelandet.
Wer will mich? In der Zivilschutzanlage Riedbach ist der Holzdrache vorerst gelandet.
Andreas Blatter

Zerzaust sieht er aus: Sein Kamm wurde abrasiert, das Horn und die Flügel sind abgebrochen. «Das ist wohl beim Abtransport passiert», sagt Daniel Jakob. Er hat den drei Meter hohen und acht Meter langen Drachen aus Sperrholz zusammengezimmert. Als Symbol gegen Atomkraft stand das Fabelwesen am Rand des Anti-AKW-Camps auf dem Rasenstück am Berner Viktoriaplatz. Nach zweieinhalb Monaten und erfolglosen Verhandlungen liess die Stadtregierung das illegale Zeltlager in der Nacht auf den 21.Juni räumen (wir berichteten). Abtransportiert wurde auch der Holzdrache. In einer Mulde in der Zivilschutzanlage Riedbach harrt das Ungetüm seither der Dinge, die da kommen mögen. Weitere Utensilien aus dem Camp lagern ebenfalls in Riedbach. «Der Drache und auch die anderen Sachen könnten von ihren Eigentümern abgeholt werden», sagt Marc Heeb, Leiter der Gewerbepolizei. Was aber jetzt noch herumliege, wolle wohl keiner mehr, nimmt er an.

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