Ein neuer Bus gegen das Verkehrschaos

Das Tram ist abgelehnt, richten solls nun ein Bus, der Köniz über das Inselspital und die Länggasse mit der Tiefenau verbindet: Die SP regt eine neue Tangentiallinie an.

Die Grünen fordern die RBS-Metro, die Grünliberalen Doppelgelenkbusse. Jetzt lanciert auch die SP ihre Idee, wie Köniz nach dem Nein zum Tram Region Bern dem befürchteten Verkehrskollaps etwas entgegensetzen kann: Die Partei schlägt einen neuen Tangentialbus vor, der den Bahnhof Köniz via Steinhölzli, Eigerplatz, Inselspital, Länggasse und Viererfeld mit dem Bahnhof Tiefenau verbindet.

Sie nimmt so eine Forderung auf, mit der vor Jahresfrist schon Exponenten aus dem Wangental an die Öffentlichkeit getreten sind. Wie diese wirbt heute auch die SP mit dem Argument, dass der neue Bus die Haltestellen Hirschen­graben und Bahnhof Bern umfahren und so zwei stark frequentierte Punkte entlasten würde. Ganz abgesehen davon, dass die Studierenden direkt von Köniz an die Uni fahren könnten. Genau so, wie umgekehrt die Bewohner der benachbarten Stadtquartiere die Vorzüge des Parks im Liebefeld ohne Umsteigen kennen lernen könnten.

Noch weitere Linien

Zudem wäre die Linie eng mit dem heutigen Netz verknüpft. Die SP erinnert daran, dass die Passagiere unterwegs an zahlreichen Haltestellen auf den städtischen Bus, das Postauto, das Tram oder auf die S-Bahn wechseln könnten. Im Besonderen würde dies für den Bahnhof Weissenbühl gelten, wo Umsteigen heute nur mehr schlecht als recht möglich ist.

Getragen wird die Forderung von den drei SP-Sektionen Köniz, Bern-Süd und Länggasse-Felsen­au. Sie hoffen, dass die Linie als Versuch schon in der Angebotsperiode 2018 bis 2021 in Betrieb geht. Ob das gelingt, ist fraglich. Für die Regionalkonferenz, die in diesen Fragen federführend ist, stehen jedenfalls andere Tangentiallinien im Vordergrund. Jene von Niederwangen nach Brünnen und jene vom Europaplatz zur Brunnadernstrasse im Süden der Agglomeration. Und jene vom Breitenrain nach Ostermundigen im Norden.

skk

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