Ein Ort des Dankes für Organempfänger

Bern

Das Berner Inselspital hat auf seinem Areal einen Ort eingeweiht, an dem Empfänger von Organspenden innehalten können.

Der neue Ort des Dankes befindet sich im sogenannten Inselpark.

Der neue Ort des Dankes befindet sich im sogenannten Inselpark.

(Bild: Archiv/Christian Pfander)

Auf dem Areal des Berner Inselspitals verfügen Empfängerinnen und Empfänger von Organen neu über einen Ort, an dem sie innehalten und den anonymen Spendern ihre Dankbarkeit ausdrücken können. Der Basler Künstler Reto Leibundgut hat diesen «Ort des Dankes» gestaltet.

Wie die Berner Insel-Gruppe am Mittwoch zur Einweihung mitteilte, bilden ein Weiher, ein Steinteppich eine grosse Steinskulptur und massive Eichenbänke den Ort des Dankes. Die Skulptur erinnere an ein gutmütiges, vertrautes Wesen. Die behauene Flanke lade zum Berühren und Anlehnen ein.

Initiant des Ort des Dankes ist Franz Immer, Direktor der Stiftung für Organspende und Transplantation Swisstransplant. Wie er am Mittwoch auf Anfrage sagte, wurden letztes Jahr gesamtschweizerisch etwas über 600 Organtransplantationen durchgeführt, etwa ein Viertel davon am Berner Universitätsspital Insel.

Organspenden erfolgen in der Schweiz grundsätzlich anonym. Empfänger empfänden den Erhalt eines Organs jeweils als grosses Geschenk. Sie hätten ein grosses Bedürfnis, Dank auszudrücken, sagte Immer am Mittwoch im Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio SRF.

Zur Gestaltung des Orts des Dankes setzte die Berner Insel-Spitalgruppe eine Jury ein, welche Leibundgut engagierte. Letzterer erhielt 1999 den Eidgenössischen Preis für freie Kunst. Er ist als Videokünstler, Bildhauer und Fotograf tätig und ist Absolvent der Hochschule für Gestaltung, Kunst und Konservierung in Bern.

Im Inselpark

Der neue Ort des Dankes befindet sich im sogenannten Inselpark oberhalb der Effingerstrasse. Auf dem weitläufigen Areal des Berner Inselspitals gibt es weitere Orte, an denen man innehalten kann. Tun kann man das beispielsweise in der reformierten und der katholischen Kapelle.

Bereits seit 2001 gibt es am Kantonsspital St. Gallen einen Ort, wo Organempfänger ihre Dankbarkeit ausdrücken können. Dieser Ort ist im September dieses Jahres erweitert und erneuert worden, wie der Medienbeauftragte Philipp Lutz auf Anfrage sagte.

mb/sda

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