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Ein Robin Hood der Lebensmittel

Jürg Ott nimmt dort, wo es zu viel hat. Und er bringt es dorthin, wo es fehlt: Ott ist Chauffeur der Schweizer Tafel, die Lebensmittel holt und an Bedürftige verteilt.

Jürg Ott fährt für die Schweizer Tafel. Hier bringt er Vera Mathys Lebensmittel an die Postgasse.
Jürg Ott fährt für die Schweizer Tafel. Hier bringt er Vera Mathys Lebensmittel an die Postgasse.
Stefan Anderegg

Jürg Otts Lieferwagen ist randvoll mit Esswaren und Getränken. Kisten mit Gemüse, Früchten und Brot stapeln sich im Bauch des Fahrzeugs. Die Trauben schmecken süss und saftig, der Salat sieht frisch aus. Nicht frisch genug, um den strengen Bestimmungen der Grossverteiler zu genügen. Damit all die Esswaren, die nach Feierabend noch in den Gestellen liegen, nicht im Abfall landen, ist vor zehn Jahren die Schweizer Tafel gegründet worden. Die Organisation sammelt täglich überschüssige Ware ein und verteilt sie unentgeltlich an soziale Institutionen. Die Regionalstelle Bern entstand als Erste. Mittlerweile versorgt sie mit fünf Lieferwagen über 100 Abnehmer in der Region Bern und Freiburg. Im letzten Jahr hat sie Lebensmittel im Gesamtwert von 2,3 Millionen Franken transportiert. Coop, Migros, Aldi sowie mehrere kleinere Händler überlassen der Schweizer Tafel Esswaren und Getränke, die zwar das Verkaufsdatum überschritten haben, aber noch geniessbar sind.

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