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Ein Speicher zieht um

Nach seiner Restauration soll ein rund 450-jähriger Speicher neben dem Schloss einen neuen Platz finden.

Laura Fehlmann
Demontiert: Für den Transport wurde das historische Gebäude in Einzelteile zerlegt.
Demontiert: Für den Transport wurde das historische Gebäude in Einzelteile zerlegt.
zvg
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Eine Abbruchbewilligung für den Speicher im Weiler Henzi­schwand in Mamishaus lag schon lange vor. Kürzlich wurde das 1558 aus Fichtenholz erbaute Objekt demontiert. «Aber es handelt sich um einen einmaligen Bau», sagt Martin Haller, Gemeindepräsident von Schwar­zenburg. Rasch habe sich ein Komitee rund um die Stiftung Schloss Schwarzenburg gebildet, um den Speicher zu retten und um Geld für eine Restauration zu sammeln.

In Einzelteile zerlegt

Derzeit ist das zerlegte Gebäude bei der Schreinerei Honymo in Schwarzenburg, wo die Teile restauriert und teilweise erneuert werden. Laut Ruedi Flückiger von der Stiftung Schloss Schwarzenburg wird für die Restauration, die Demontage und den Aufbau mit Kosten bis 120'000 Franken gerechnet. Den Hauptteil trägt die Denkmalpflege, der Rest sind Spenden.

Beim Bauwerk handle es sich um einen einzigartigen, spät­gotischen Bohlenblockbau, beschreibt die Denkmalpflege den Speicher, der zu den ältesten erhaltenen des Kantons Bern gehört. Nachdem der Bau seinen ursprünglichen Zweck verloren hatte, stand er blumengeschmückt da und zerfiel.

Baugesuch aufgelegt

Derzeit ist das Baugesuch für den Wiederaufbau des Speichers aufgelegt. «Das Ziel ist, ihn bis Ende Mai wieder aufgestellt und das Dach gedeckt zu haben», erklärt Ruedi Flückiger. Das Decken des Gebäudes soll zu einem öffentlichen Anlass werden.

Der geschützte Speicher soll an der Schlossgasse, neben dem Tätschdachhaus, das aus der gleichen Epoche stammt, seine neue Heimat finden. Zusammen mit dem Schloss und einem noch anzulegenden Garten soll damit im Dorf ein historischer Platz entstehen – wie er im 16. Jahrhundert ausgesehen haben könnte.

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