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Ein teures Geschenk für die Gemeinde

Das Wiedmer-Haus, welches der Gemeinde Zimmerwald als Erbe zugefallen ist, muss saniert werden. Zuerst will man aber klären, welcher Bestimmung das Gebäude zugeführt werden soll.

Was soll mit dem Wiedmer-Haus in Zimmerwald geschehen?
Was soll mit dem Wiedmer-Haus in Zimmerwald geschehen?
PD

Manchmal bringen Geschenke unverhoffte Folgen mit sich. Beispielsweise das Wiedmer-Haus in Zimmerwald. Das Gebäude unbekannten Baujahres, mehrmals umgebaut und von der Denkmalpflege als schützenswert bezeichnet, beschäftigt den Gemeinderat schon lange. Die frühere Gemeinde Zimmerwald hat die Liegenschaft vom ehemaligen Besitzer, Paul Wiedmer, zum Decken geleisteter Fürsorgekosten übernommen.

Jetzt will es der Gemeinderat einem neuen Zweck zuführen. Wie das geschehen soll, dafür sind in den Köpfen verschiedene Szenarien vorhanden. «Wir möchten in die Entscheidung aber auf jeden Fall die Bevölkerung einbeziehen», sagt Gemeindepräsident Christian Neuenschwander.Mit einer Umfrage will die Gemeinde herausfinden, wie das Wiedmer-Haus in Zukunft genutzt werden könnte.

Dafür wurden in der ganzen Gemeinde Fragebogen verteilt. Die Rücklaufquote war mager: Nur gerade neun Personen haben sich geäussert. Derzeit wird das Resultat der Umfrage ausgewertet.

Welche Nutzung?

Für die Zukunft des Wiedmer-Hauses gäbe es diverse Möglichkeiten und offene Fragen. Soll es öffentlich, zum Wohnen oder gemischt genutzt werden? Welche Räumlichkeiten fehlen in der Gemeinde Wald? Wer wäre interessiert, Räumlichkeiten zu mieten? Wer möchte ein allenfalls öffentliches Haus als Betreiber oder Trägerschaft übernehmen oder unterstützen?

Was an einer Informationsveranstaltung klar wurde: Grundsätzlich überwiegt in der Bevölkerung die Meinung, dass das Wiedmer-Haus gemeinschaftlich genutzt werden soll und der Betrieb den steuerfinanzierten Haushalt nicht belasten darf. Das Gebäude ausschliesslich Wohnzwecken zuzuführen, wird mehrheitlich kritisch betrachtet, weil das Haus so plötzlich zum anonymen Ort würde.

In schlechtem Zustand

Das unterkellerte Haus umfasst mehrere Räume. Im Erdgeschoss liegt eine Küche sowie ehemalige Gewerbe- und Stallräumlichkeiten. Im Obergeschoss dominiert eine offene Heubühne, daneben gibt es drei kleinere Räume. Das Dachgeschoss ist rund 59 Quadratmeter gross und würde sich als Dachwohnung oder Saal eignen.

Doch noch liegen alle Pläne in weiter Ferne; es muss gut geplant werden, denn, so sagt Christian Neuenschwander: «Das Haus ist in einem ganz schlechten Zustand.» Nur gerade zwei Zimmer seien einigermassen brauchbar.

Das bedeutet, für die Sanierung des Hauses müsste eine grosse Stange Geld investiert werden. Wie viel, wird noch berechnet. Mit dem Wiedmer-Haus hat die Gemeinde Wald also nicht nur ein Überraschungsgeschenk erhalten, sondern muss auch auch noch hohe Kosten in Kauf ­nehmen.

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