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Ein Zeichen gegen die Spez-Sek am Gymnasium

Und wieder stritt das Parlament über die Spez-Sek am Gymnasium Lerbermatt. Schliesslich überwies es ein Postulat, das verlangt, das die umstrittenen Klassen überprüft werden.

Soll die Spez-Sek abgeschafft werden oder nicht? Scheinbar eine «Never Ending Story».
Soll die Spez-Sek abgeschafft werden oder nicht? Scheinbar eine «Never Ending Story».
Walter Pfäffli

Soll Köniz den gymnasialen Vorbereitungsun­terricht in der Lerbermatt auslaufen lassen und damit die Spez-Sek-Klassen am eigenen Gymnasium abschaffen? Einmal mehr diskutierte das Parlament am Montag zu einem Thema, das seit zwei Jahrzehnten regelmässig für leidenschaftliche Auseinandersetzungen gut ist.

Verantwortlich für die neuste Debatte waren GLP und EVP, die mit einem Vorstoss just diese Abschaffung verlangten. Umso nachdrücklicher forderten sie dafür, dass die Vorbereitungsklassen in den Oberstufenzen­tren gestärkt werden.

Diese Aktivitäten riefen, wen wunderts, die FDP auf den Plan. Deren Fraktionschef Hans-Peter Kohler hatte sich seit je stark für die Spez-Sek in der Lerbermatt eingesetzt, und er tat es auch jetzt wieder. Er lobte die Klassen als Erfolg. Gleichzeitig warf er GLP und EVP vor, just dieses «bewährte Angebot» zerstören zu wollen und dafür «abgespeckte Klassen» in den Oberstufenzentren installieren zu wollen.

Auch der Gemeinderat mit dem verantwortlichen Thomas Brönnimann (GLP) bekam sein Fett weg. Kohler warf ihm vor, in dieser Frage einfach nicht vorwärts zu machen. Erst wenn ein revidiertes Bildungsreglement die Abschaffung der umstrittenen Klassen vorschlage, könne das Parlament die Frage in einer Abstimmung endlich klären. Und damit letztlich auch das Volk – Kohler sagte dies im Wissen darum, dass die Chancen gut stehen, dass die Spez-Sek in der Lerbermatt an der Urne Bestand haben wird.

In der parlamentarischen Debatte verliefen die Fronten in altbekannter Art. Während sich die Grünen gegen eine zu frühe Separation der Begabten und für ein möglichst breit über die ganze Gemeinde abgestütztes Angebot aussprachen, votierte die SVP genau anders. Sie warnte davor, sich aus einer Abschaffung der Lerbermatt-Klassen einen zu grossen Spareffekt zu erhoffen.

Die GLP hatte sich bereit erklärt, den Vorstoss in ein weniger verbindliches Postulat zu akzeptieren. In dieser Form wurde der Vorstoss mit 25 Ja gegen 14 Nein überwiesen. Nun wird der Gemeinderat in einem nächsten Schritt eine Bildungsstrategie formulieren. Die Debatte geht weiter.

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