Eine Abfuhr für den Wasserverband

Riggisberg

Die Gemeindeversammlung Riggisberg entschied sich gegen den Gemeindeverbund Wasserversorgung Längenberg-Süd.

Der Gemeindeverband Wasserversorgung Längenberg-Süd kann nicht gegründet werden. Die Gemeindeversammlung von Riggisberg stimmte am Donnerstag einem Beitritt nicht zu. Stattdessen hiess sie einen Rückweisungsantrag mit 48 Ja zu 16 Nein gut. Damit muss nun der Gemeinderat eine Variante ausarbeiten, bei der die Gemeinden Riggisberg, Rümligen und Rüeggisberg zwar gemeinsames Wasser beziehen.

«Die Werke wie Reservoire oder Pumpwerke sollen aber im Eigentum der Gemeinde verbleiben», sagt Gemeindepräsident Michael Bürki (SVP). So hatte es der Antrag verlangt.

Schon im Vorfeld der Versammlung war in Riggisberg Kritik am Gemeindeverband laut geworden. «Die Abtretung der Werke sorgte für Unsicherheit», so Bürki. Und auch wenn es jetzt noch genug Wasser gebe, sei das in Zukunft vielleicht nicht mehr so, befürchteten Gegner des Verbunds. Die gemeinsame Wasserlieferung war hingegen nicht umstritten.

An den Gemeindeversammlungen in Rümligen (ebenfalls am Donnerstag) und Rüeggisberg (am 6. Juni) war der geplante Gemeindeverband unbestritten. Zu einem späteren Zeitpunkt hätte auch noch Burgistein beitreten sollen. Doch daraus wird vorerst nichts.

Der Gemeinderat von Rüeggisberg teilte am Donnerstag mit, er sei «sehr enttäuscht». Das gilt auch für den Riggisberger Präsidenten. «Wir waren von dieser Lösung überzeugt.» Wie die neue Variante aussieht, ist noch unklar.

rei

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