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Eine Überbauung mit zwei Gesichtern

Im Zentrum von Köniz soll eine neue Überbauung Gewerbe und Wohnungen beherbergen. Das Siegerprojekt Janus soll eine Verbindung zwischen Stadt und Land herstellen.

Projekt Janus: Im vorderen Gebäude solls Platz für Wohnungen und Gewerbe geben. Im hinteren Haus werden Eigentumswohnungen gebaut.
Projekt Janus: Im vorderen Gebäude solls Platz für Wohnungen und Gewerbe geben. Im hinteren Haus werden Eigentumswohnungen gebaut.
zvg

Das Rappentöriareal habe seinen Namen der Reben wegen, die hier früher gewachsen seien, weiss die Könizer Gemeinderätin Katrin Sedlmayer (SP). Nun soll dieses Areal überbaut werden. Das Siegerprojekt steht fest, es schmeckt Sedlmayer, das wurde gestern deutlich. Die Vorsteherin der Planungs- und Verkehrsdirektion und ihre Mitstreiter lobten es bei der Präsentation so, als wärs guter Wein.

Das Rappentöri liegt gleich neben dem Restaurant Sternen und in der Nähe des historischen Zentrums beim Schloss. «Es ist das letzte Mosaikstück im Zentrum, das wir jetzt einfügen wollen», sagte Sedlmayer. Dafür hat die Gemeinde einen zweiteiligen Wettbewerb lanciert. Als Sieger hervorgegangen sind die Büros Wahlirüefli aus Biel und Rollimarchini aus Bern.

Übergang zwischen Stadt und Land

Ihr Projekt Janus ist benannt nach dem römischen Gott des Anfangs und des Endes, dem Gott des Eingangs und des Ausgangs. Der Janus hat zwei Gesichter, ein städtisches und ein ländliches. «Wir wollen einen Übergang zwischen dem städtischen Ortskern und dem ländlichen Teil schaffen», sagte Architekt Vinzenz Luginbühl. Die Landzunge des Köniztals reicht bis fast ins Zentrum rund um den Bläuackerplatz.

Das Projekt sieht zwei Gebäude vor. Das vordere Haus beim Kreisel besteht aus zwei unterschiedlich hohen Teilen. Hier werden je nach Bedarf Gewerberäume und Mietwohnungen geschaffen. Im hinteren Gebäude entstehen 36 Eigentumswohnungen. In der Einstellhalle sollen je 70 Parkplätze für Bewohner und öffentliche Nutzer gebaut werden.

Das etwa 16000 Quadratmeter grosse Areal gehört der Gemeinde Köniz. Sie will es im Baurecht abgeben und auf das «gesamthaft beste Angebot» eingehen. «Das ist eine sichere Einnahmequelle», sagte Sedlmayer.

Bis dahin dauerts noch eine Weile. Wohl im Frühling 2014 findet eine Volksabstimmung zu einer neuen Zone mit Planungspflicht Rappentöri statt, voraussichtlich 2015 eine Abstimmung zum Baurechtsvertrag. Wenn es gut läuft für die Gemeinde, beginnt das Baubewilligungsverfahren 2016. Janus muss noch reifen, wie guter Wein.

Ausstellung zum Projektwettbewerb im Gemeindehaus Bläuacker, Landorfstrasse 1. Bis 9.November.

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