Eine Vögele-Filiale wird OVS, die andere verschwindet

Bern

Die Modekette Charles Vögele verschwindet nun auch aus Bern: Die Marktgasse-Filiale wird zum OVS-Laden. Das Geschäft an der ­Spitalgasse bleibt noch bis September.

Die Vögele-Filiale an der Spitalgasse möchte OVS nicht weiterführen. Sie wird noch bis September als Vögele-Laden weiterbe­trieben.

Die Vögele-Filiale an der Spitalgasse möchte OVS nicht weiterführen. Sie wird noch bis September als Vögele-Laden weiterbe­trieben.

(Bild: Susanne Keller)

In der Schweiz schliesst Charles Vögele seine 163 Läden. Der grösste Teil wird von der italienischen Modekette OVS – ausgesprochen wird die Abkürzung auf Italienisch Oviesse – übernommen und als Kleidergeschäft weitergeführt. Ungefähr jede zehnte Filiale wird jedoch ganz geschlossen. In Bern will OVS nur das Geschäft an der Marktgasse behalten. Es geht in einer Woche zu und wird dann umgebaut. Am 22. September ist die Wiedereröffnung als OVS geplant. Die zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will OVS behalten, sagte Nicole Borel, Mediensprecherin von Vögele.

Die Vögele-Filiale an der Spitalgasse möchte OVS hingegen nicht weiterführen. Sie wird laut Nicole Borel sicher noch bis September als Vögele-Laden weiterbe­trieben. Was dann mit dem Ladenlokal ­passiert, wird derzeit noch verhandelt. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieses Ladens werde eine Stelle in einer OVS- Filiale angeboten.

Es ist der zweite Versuch des OVS-Konzerns, in Bern Fuss zu fassen. Vor fünfzehn Jahren gab es in Bern an der Neuengasse eine Filiale. Doch Oviesse beendete nach nur gerade zwei Jahren das Gastspiel in der Schweiz. Die Firma habe die Konkurrenz in der Schweiz unterschätzt, hiess es damals.

Bereits im März dieses Jahres hat OVS die ersten Filialen in den ehemaligen Vögele-Läden in Basel, Crissier, Stans, Genf und in Locarno eröffnet. OVS bietet wie Charles Vögele ein grosses Kleidersortiment an. Der Hauptunterschied zu Vögele: Rund ein Drittel des OVS-Angebots sind Kinder- und Babykleider.

Ob es OVS dieses Mal länger in der Schweiz hält? «Wir werden die Kollektion den Bedürfnissen und dem Geschmack des Schweizer Marktes anpassen», sagte OVS-Chef Stefano Beraldo gegenüber dem Wirtschaftsmagazin «Bilanz». Ihm sei bewusst, dass in der Schweiz mit ihren kälteren Bergregionen warme Winterjacken eine grössere Bedeutung hätten als in Italien.

Berner Zeitung

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