Zum Hauptinhalt springen

«Einen Döner sollte man im Zug nicht essen»

Lukas Slamanig (20) pendelt zwischen Kiesen und Bern.

«Nächster Halt: Bern» – die BZ-Pendlerserie. Heute auf der Strecke Schönbühl – Bern. <i>Video: Christoph Albrecht</i>

Es ist 8.30 Uhr. Wann sind Sie heute Morgen aufgestanden?

Vor 20 Minuten. Ich war gestresst unterwegs. Ich habe verpennt.

Ist das bei Ihnen jeden Morgen so?

Ja, ich bin schon eher der Typ, der es auf den letzten Drücker auf den Zug schafft. Mein Bett und ich – das ist eine gute Beziehung.

Wie lange brauchen Sie von Tür zu Tür?

Etwa eine halbe Stunde.

Wie vertreiben Sie sich beim Pendeln die Zeit?

Meistens höre ich Musik, browse etwas auf Social Media herum oder mache Hausaufgaben.

Warum pendeln Sie gerade mit dem Zug und nicht mit dem Auto?

Kiesen hat einen gäbigen Bahnhof. Da gibt es gute Zugverbindungen nach Bern. Mit dem Auto wäre es mir zu blöd.

Haben Sie sich noch nie überlegt, dorthin wohnen zu gehen, wo Sie arbeiten?

Mit dem Lehrlingslohn ist das noch etwas schwierig. Ein Thema ist es aber schon. Ich habe mich auch schon nach WG-Zimmern in Bern umgeschaut. Eigentlich ist es aber noch bequem so, wie es jetzt ist.

Welche Strecke machen Sie lieber: die Hin- oder die Rückfahrt?

Die Hinfahrt am Morgen. Dann ist es noch schön ruhig im Zug, jeder ist ein bisschen mit sich beschäftigt. Auf der Rückfahrt am Abend ist es dann laut und voll.

In welcher Jahreszeit ist das Pendeln am angenehmsten?

In den Zwischenjahreszeiten – Frühling und Herbst. Im Sommer ist es zu heiss, im Winter zu kalt.

Gibt es etwas, das Sie nervt am Pendeln?

Ja, die Leute natürlich. Wenn zum Beispiel der Sitznachbar drei Tage nicht geduscht hat, oder wenn jemand mit der Grossmutter telefoniert. Das stört.

Finden Sie Essen im Zug ein No-Go?

Warme Dinge, finde ich, gehen gar nicht. Einen Döner etwa sollte man im Zug nicht essen. Beispielsweise ein Sandwich oder ein Müesli finde ich aber okay.

Wie sieht es mit dem Telefonieren aus?

Das kommt immer auf das Gespräch und die Lautstärke an. Ein kurzes Telefonat finde ich nicht schlimm.

Hatten Sie einmal ein spezielles Pendlererlebnis?

Einmal wurde im Zug die Notbremse gezogen. Danach mussten wir drei Stunden am Bahnhof ausharren. Ich begann mit ein paar Passagieren zu quatschen. Diese Leute gehören heute zu meinen besten Kollegen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch