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Endlich eine Familie

Bern

Das Berner Paar Ciccio und Raphael Z. liess seine Tochter Gaia in der USA von einer Leihmutter austragen. In der Schweiz wäre dies verboten. Die beiden erzählen von ihren Erfahrungen.

Daheim in Bern bei Gaia und ihren beiden Vätern Raphael und Ciccio Z.
Annic Berset

Ein bisschen Schnee lag Ende letzten November in Minnesota, hoch oben im Norden der USA. «Vor allem erinnere ich mich aber an die Kälte, die mit minus 30 Grad alle im Haus bleiben liess», sagt Ciccio Z.

Er und sein Mann Raphael hatten lange auf diese Reise hingefiebert, darauf gewartet, dass ihre Familie endlich komplett sein würde, dass sie ihre Tochter Gaia in die Arme schliessen können.

Warten. Das haben die beiden homosexuellen Berner mehr als eineinhalb Jahre getan. «Die Warterei war das Schlimmste und hat uns sehr viele Nerven gekostet», blickt Ciccio Z. auf die intensive Zeit zurück.

Der Wunsch nach einem Kind

Zu dieser Zeit waren Ciccio und Raphael Z. schon seit über vierzehn Jahren ein Paar, seit 2009 befinden sie sich in einer eingetragenen Partnerschaft. Diese feierten sie mit Familie und Freunden wie eine richtige Hochzeit. «Ich komme aus einer grossen italienischen Familie», erzählt der 38-jährige Ciccio. Natürlich sei seine Homosexualität im Umfeld der katholischen italienischen Verwandten zuerst schwierig gewesen. «Die Eltern hatten andere Pläne für ihre Söhne», sagt Ciccio.

Berner Zeitung

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