Er war der geistige Vater der IV

Der Vater der Schweizer Invalidenversicherung (IV) ist tot. Albrik Lüthy, früherer Chef der Abteilung Invalidenversicherung im Bundesamt für Sozialversicherung, ist im Alter von 92 Jahren in Bern gestorben.

Albrik Lüthy (links im Bild) an einer Pressekonferenz im März 1993.

Albrik Lüthy (links im Bild) an einer Pressekonferenz im März 1993. Bild: Keystone

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Der 1925 in Luzern geborene ­Albrik Lüthy kam 1955 ins ­Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) und erhielt den Auftrag, die Vorarbeiten für die Einführung einer IV an die Hand zu nehmen.

Nachdem das Gesetz 1960 in Kraft getreten war, galten Lüthys Arbeiten dem Vollzug, dem Ausbau des Leistungsangebotes und der Bereitstellung der erforderlichen Eingliederungsstätten.

Die Schweizer IV galt in einigen europäischen Staaten als Vorbild. Bei der IV handelt sich um das zweite grosse Schweizer Sozialwerk neben der Altersvorsorge AHV. Sie will Versicherten bei Invalidität mittels Eingliederungsmassnahmen in den Arbeitsmarkt oder finanziellen Leistungen die Existenzgrundlage weiter sichern.

Albrik Lüthy hielt an den Universitäten in Zürich und in Fribourg sowie am Sonderpädagogischen Seminar des Kantons Bern Vorlesungen über die Invalidenversicherung und Sonderschulung.

Nach dem altersbedingten Austritt von Albrik Lüthy aus dem BSV 1990 wirkte der Freisinnige in verschiedenen gemeinnützigen Organisationen mit; unter anderem war er Präsident der Schweizerischen Heilpädagogischen Gesellschaft.

Seine Pionierarbeit trug Lüthy 1992 den Titel eines Ehrendoktors der Hochschule St. Gallen ein. Lüthy lebte in Bümpliz. Er war zweimal verheiratet und Vater zweier Kinder sowie dreier Stiefkinder. (pd)

Erstellt: 07.12.2017, 08:55 Uhr

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