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Erste Wracks sind geborgen

Die ersten 25 Oldtimerwracks können von ihren Käufern abgeholt werden. Gestern hat Roger Linder auf dem Autofriedhof Kaufdorf Stück für Stück aus dem Wald gehoben. Die Bergung dürfte noch lange dauern.

Von manchen ist nicht viel übrig geblieben: Auto um Auto hob der gelbe Fangarm gestern Nachmittag in Kaufdorf von den Stammplätzen.
Von manchen ist nicht viel übrig geblieben: Auto um Auto hob der gelbe Fangarm gestern Nachmittag in Kaufdorf von den Stammplätzen.
Urs Baumann

Im blauen Trägershirt sitzt Roger Linder auf dem gelben Bagger. Er steuert die Maschine, hebt und dreht den langen Arm. Die vier Zähne des Greifers beissen sanft in einen roten Alfa. Das Auto schwebt durch die Luft und landet neben einem schwarzen Daimler mit edlen beigen Ledersitzen. Die Airbags hängen herunter. Die Scheiben sind zersplittert. Bei fast allen Wracks fehlen die Embleme. «Es ist viel weggekommen. Deshalb müssen wir am Abend den Autofriedhof verbarrikadieren», sagt der langjährige Angestellte des Kaufdorfer Autoabbruchhändlers Franz Messerli.

Langwierige Arbeit

Am Rand des Pappelwaldes, in dem der grösste Teil der Wracks liegt, geht die Arbeit einigermassen schnell voran. «Wenn ich die Wagen aber zwischen den Bäumen hervorholen muss, möglichst, ohne sie noch mehr zu beschädigen, wird es schwierig», sagt Linder. Er fürchtet auch, dass Regen oder – falls es länger dauert – gar Schnee den Boden aufweichen. Dann würde der Bagger in der Erde versinken. «Auch wenn es friert, kann ich die Autos nicht nehmen, weil sie sonst in Stücke brechen.» Roger Linder verzichtet auf eine Prognose, wenn man ihn nach der Dauer der Bergungsarbeiten befragt. «Schnell wird es jedenfalls nicht gehen.»

Ungeduldige Käufer

Linders Handy schellt pausenlos. Ungeduldige Käufer erkundigen sich, wann sie ihr Autowrack abholen können, das sie an der Auktion vom Wochenende ersteigert haben. Welche Wagen wann bereitstehen, kann im Internet nachgeschaut werden. Auf der Homepage www. oldtimergalerie.ch wird eine Liste aufgeschaltet, die täglich aktualisiert wird.

Die ersten 25 der antiken Wagen hat Roger Linder gestern neben- und aufeinander bereitgestellt. Bei seiner Arbeit haben ihm zahlreiche Neugierige zugeschaut: Spaziergänger, Velofahrer, die einen Abstecher zum Autofriedhof machten, und auch Oldtimerfans, die vielleicht noch auf ein Schnäppchen hofften. Käufer waren am Nachmittag noch keine anzutreffen.

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