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Erziehungsdirektor Pulver wehrt sich gegen Kritik an Schulausschluss

Erziehungsdirektor Bernhard Pulver hat sich am Mittwoch gegen Kritik gewehrt, die im Fall der vier von der Schule ausgeschlossenen Könizer Gymnasiasten laut wurde.

Bernhard Pulver wehrte sich im Rahmen der Fragestunde im Berner Kantonsparlament gegen die Kritik, die im Fall der vier von der Schule ausgeschlossenen Könizer Gymnasiasten laut wurde.
Bernhard Pulver wehrte sich im Rahmen der Fragestunde im Berner Kantonsparlament gegen die Kritik, die im Fall der vier von der Schule ausgeschlossenen Könizer Gymnasiasten laut wurde.
Urs Baumann

Er habe der Schulkommission des Gymnasiums Köniz-Lerbermatt nicht in den Rücken geschossen, betonte Pulver im Rahmen der Fragestunde im Berner Kantonsparlament.

Tatsächlich sehe das Gesetz es vor, dass ein Regierungsrat Entscheide von Vorinstanzen korrigieren könne. Er dürfe als Rekursinstanz nicht einfach unbesehen alle Entscheide der Vorinstanzen stützen. Vielmehr müsse er sachlich und unabhängig entscheiden, führte Pulver aus.

Die Kritik wurde laut, nachdem Pulver bei drei der vier in einen gewalttätigen Vorfall verwickelten Gymnasiasten die von der Schulkommission verhängten Disziplinarmassnahmen reduzierte.

In Berlin ein Paar überfallen

Die vier sollen auf einem Klassenausflug in Berlin ein Paar überfallen haben. Laut Pulver war es einer der vier Gymnasiasten, der sich dem Paar in den Weg stellte und es bedrohte. Als das Paar flüchtete, rannte er den beiden hinterher und brachte die beiden zu Fall. Zwei weitere Gymeler standen dabei und unterstützten ihn verbal, ein weiterer Jugendlicher stand etwas weiter abseits.

Der Jugendliche, der das Paar verfolgte, hatte von der Schule schon in einem anderen Zusammenhang eine Disziplinarmassnahme aufgebrummt erhalten. Bei ihm sei die Massnahme nach Berlin auch nicht reduziert worden, betonte Pulver. Anders bei den anderen drei, sie hatten sich zuvor noch nie etwas zu schulden kommen lassen.

Denkmalpflege unter Beschuss

Zu reden gab in der Fragestunde auch die Denkmalpflege. Grossrat Markus Meyer (SP/Roggwil) verwies auf eine eigentliche Polemik rund um die Institution. Die Denkmalpflege werde oft als Verhinderungsbehörde wahrgenommen.

Regierungspräsident Pulver erklärte, dass die Denkmalpflege selber keine Bauabschläge erteile. Vielmehr verfasse sie für die Bewilligungsbehörden Fachberichte. Bei den über 6000 Geschäften, die die Denkmalpflege behandle, habe sie in 14 Fällen negative Fachberichte verfasst.

Christian Hadorn (SVP/Ochlenberg) wollte von Pulver vorgerechnet bekommen, was der Kanton einsparen könnte, wenn er die Denkmalpflege abschaffen würde. Wohl wenig, kam Regierungspräsident Pulver zum Schluss.

Der Bund habe die Aufgabe der Pflege der Baukultur an die Kantone übertragen. Selbst wenn man die Denkmalpflege abschaffen würde, bräuchte es irgend eine Fachstelle, die diese Bundesaufgabe betreuen würde, gab Pulver zu bedenken.

SDA/toc

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