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Es fehlt an Freiwilligen und am Geld

Haben viel zu sortieren:    Archivleiter Markus Tschanz (links) und Schulmuseumsinitiant Kurt Hofer inmitten von Schätzen des Archivs.
Sie konnte schön schreiben,  die 14-jährige Maria von Siebenthal, die in der Hohenegg-Schule zu Saanen die Schulbank drückte und im Januar 1839 ihr neues Übungsheft im Schönschreiben begann. Wer heute im Archiv des Schulmuseums durch das Heft des Mädchens blättert, ist beeindruckt davon, wie fein säuberlich, filigran und präzise die Seiten voll geschrieben sind. Das älteste Schülerheft des Archivs ist aus dem Jahr 1794 und stammt ebenfalls aus einer Schule in Saanen. Ein Lehrer aus Reichenbach habe das Heft im Estrich seines Elternhauses gefunden, erzählt Museumsinitiant Kurt Hofer. Im 18.Jahrhundert habe man oft religiöse Texte abgeschrieben. Das war laut Hofer nie reine Mechanik. Ziel sei es gewesen, dass die Inhalte der Texte über die Hand in den Kopf gelangen.
Bilder projizieren liessen sich in Schulstuben früher längst nicht so einfach wie heute per Beamer. Circa ab den 1920er-Jahren gab es an manchen Schweizer Schulen Epidiaskope. Unten am Gerät liess sich auf einem kleinen Tablar ein Buch einlegen, dann wurde es auf eine Platte unters Glas gedrückt und so in den Apparat und von dort an eine Wand projiziert, wie Schulmuseumsinitiant Kurt Hofer erklärt. Jedes Bild aus einem Buch habe sich auf diese Weise zeigen lassen. Auch grosse Glasdias liessen sich vorne in einem Holzrahmen ins Gerät schieben und projizieren. Wenn überhaupt, gab es pro Schule nicht mehr als ein  Epidiaskop. In den 1960er-Jahren wurden die Geräte dann durch Diaprojektoren abgelöst, in denen sich normale Dias zeigen liessen.Auch die Projektionsleinwand liess sich früher nicht einfach bequem an einer Rolle herunterziehen. Wie ein Zeltgestänge galt es ein Leintuch auf einem Holzrahmen aufzuspannen und zu fixieren. «Ganze Leinwände gab es nicht, man musste diese zusammenstecken», sagt Kurt Hofer. Er selbst hat  das als Schüler der Sek Zollikofen 1959 auch noch so erlebt.
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