Zum Hauptinhalt springen

Falsche Behandlung: Ein Bedauern reicht noch nicht

Benjamin Kämpfer, ehemaliger Patient in der Klinik Neuhaus, trägt seinen Namen zu Recht: Zwar attestiert ihm ein Gutachten, dass er und sein Kollege Jan Jeremias als Kinder falsch behandelt worden sind. Aber Kämpfer kämpft weiter.

Am Montag informierten die Universitären Psychiatrischen Dienste (UPD) Bern über ein externes Gutachten. Dieses attestiert, dass die Behandlung zweier ehemaliger Patienten in der Klinik Neuhaus in Ittigen «mit Mängeln» behaftet war. Die UPD bedauert dies. Dazu der ehemalige Patient Benjamin Kämpfer: «Mit einem ‹wir bedauern› ist diese Angelegenheit noch nicht erledigt.» Zusammen mit seinem ehemaligen Leidensgenossen Jan Jeremias will er sich von einem Rechtsanwalt beraten lassen. «Vermutlich wird sich nach den Gutachtern ein Richter mit unserem Fall befassen», so der 23-jährige Informatiker. Jan Jeremias arbeitet als DJ. Seit ihren Aufenthalten in der Klinik Neuhaus leben die beiden ohne Medikamente. «Es geht uns gut», so Kämpfer.

Zwangsbehandlungen

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.