Falschparkierer behinderten Feuerwehr

Bern

Die Feuerwehr eilt wegen eines Brandes in die Schosshalde. Dort verhindern Falschparkierer die Durchfahrt.

Die Berufsfeuerwehr Bern musste am Dienstagabend wegen eines Küchenbrands am Klaraweg ausrücken.

Die Berufsfeuerwehr Bern musste am Dienstagabend wegen eines Küchenbrands am Klaraweg ausrücken.

(Bild: PD/Berufsfeuerwehr Bern)

Michael Bucher@MichuBucher

Wenns brennt, ist Eile geboten. Jede Minute zählt. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern hat deshalb die Auflage, spätestens zehn Minuten nach einer Brandmeldung vor Ort zu sein. Am Dienstagabend bekundete sie jedoch Mühe, diese Zielvorgabe einzuhalten. Schuld daran waren mehrere falsch parkierte Autos, wie die Berufsfeuerwehr Bern mitteilte.

Der Klaraweg im Schosshaldenquartier, wo um 19.30 Uhr eine Küche in Brand geriet, ist an sich schon schmal. Jeweils versetzt am linken und rechten Rand des Strässchens befinden sich zudem Parkplätze. Das allein wäre noch kein Problem gewesen. Da aber einige Autos ausserhalb der Parkfelder der blauen Zone abgestellt worden waren, gab es für die Feuerwehr mit ihrem über 7 Meter langen und 2,5 Meter breiten Tanklöschfahrzeug vorerst kein Durchkommen.

Seitenspiegel eingeklappt

Minimale Abhilfe schaffte das behelfsmässige Einklappen der Seitenspiegel an den Autos. Nach mehrmaligem Hin- und Hermanövrieren gelang es der Feuerwehr schliesslich, sich zum Haus durchzuschlängeln, wie Mediensprecher Thomas Jauch sagt. «Dadurch verzögerte sich nicht nur die Ankunft des Tanklöschfahrzeugs, die über 10 Meter lange Autodrehleiter benötigte zusätzlich rund fünf Minuten.»

Fatale Folgen hatte dies jedoch keine. Die betroffene Bewohnerin im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses habe schnell reagiert und den Brand bereits mit einer Löschdecke bekämpft, wie Jauch festhält. «Es hätte aber auch anders kommen können», meint er. Etwa, wenn der Brand nachts ausgebrochen wäre, während die Frau geschlafen hätte.

Nur materieller Schaden

Die Bewohnerin blieb unverletzt. Der Schaden in der Wohnung dürfte jedoch mehrere Zehntausend Franken betragen, wie die Berufsfeuerwehr mitteilte. Gemäss Kantonspolizei, die beim Brand ebenfalls mit einer Einheit ausrückte, ist die Ursache für den Küchenbrand noch nicht geklärt. (mib)

Berner Zeitung

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