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FDP nominiert Schmidt für Berner Stadtpräsidentenwahl

Die FDP schickt Alexandre Schmidt ins Rennen um das Berner Stadtpräsidium. Die Parteiversammlung nominierte den 42- jährigen Stadtrat am Montagabend für die Wahl vom 25. November.

Alexandre Schmidt wird den Amtsinhaber herausfordern.
Alexandre Schmidt wird den Amtsinhaber herausfordern.
Keystone

Schmidt fordert damit Amtsinhaber Alexander Tschäppät (SP) heraus. Anfang August nominierte die Stadtberner SVP bereits Beat Schori als Kandidaten für die Stadtpräsidentenwahl.

Die Spitzen der beiden bürgerlichen Parteien hatten sich zuvor auf dieses Vorgehen geeinigt. Sie hoffen, auf diese Weise zumindest einen zweiten Wahlgang zu erzwingen. Schmidt und Schori kandidieren beide auch auf der bürgerlichen Fünferliste für die Stadtregierung.

Ursprünglich wollte auch Vania Kohli von der BDP als Kandidatin der Mitte gegen Stadtpräsident Tschäppät antreten. Sie hält aber die Zersplitterung der bürgerlichen Kräfte für wenig sinnvoll und wäre nur dann angetreten, wenn sie die einzige bürgerliche Gegenspielerin Tschäppäts geblieben wäre.

Vorpreschen der BDP kritisiert

Kohli sei damals mit ihrer anfänglichen Kandidatur vorgeprescht, ohne sich mit den bürgerlichen Parteien abzusprechen, sagte Dolores Dana, Präsidentin der Stadtberner FDP, an der Parteiversammlung. Das sei nicht die feine Art gewesen, zumal die FDP zuvor auch der BDP die Hand für ein Zusammengehen gegen Tschäppät angeboten habe.

Nun sei die FDP-Parteileitung nicht bereit, die wichtige Kandidatur für das Stadtpräsidium kampflos einer anderen Partei zu übergeben, sagte Dana. Zu den Chancen des FDP-Kandidaten sagte sie, der amtierende Stadtpräsident sei inzwischen etwas angeschlagen. Die Situation sei deshalb nicht so eindeutig wie auch schon.

«Wir können Tschäppät sicher kitzeln, ihm auf die Füsse treten», sagte die FDP-Parteipräsidentin. Aber vielleicht müsse man auch einfach langfristig denken, vielleicht sei ein Wahlsieg halt erst in vier Jahren möglich.

Grossunternehmen nach Bern locken

Der nominierte FDP-Kandidat Schmidt selbst sagte, er wolle Unternehmen nach Bern locken, die neue Arbeitsplätze schaffen. In der Bundesstadt hätten zu wenig Grossunternehmen ihren Sitz.

Die Unternehmen litten in Bern unter dem «linken Korsett», sagte Schmidt. «Wir müssen die erste Schweizer Grossstadt werden, die von der linksgrünen Mehrheit mit Stadtpräsident wegkommt», forderte der FDP-Mann.

Als Stadtpräsident möchte sich Schmidt persönlich für Arbeitsplätze einsetzen. Das städtische Wirtschaftsamt gehöre ins Ressort vom Stadtpräsidenten und nicht als Anhängsel in eine andere Direktion.

Die Parteiversammlung nominierte Schmidt ohne Gegenstimme bei lediglich einer Enthaltung. Schmidt arbeitet als Direktor der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in Bern. Seit zwei Jahren sitzt er für die FDP im Berner Stadtparlament.

SDA/dln

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