Zum Hauptinhalt springen

Finanzdirektor Schmidt: «Es gibt krasse Fälle»

Die Stadt Bern kündigt 237 Mietern, die in vergünstigten Wohnungen unrechtmässig lebt. Finanzdirektor Alexandre Schmidt nimmt in Interview dazu Stellung.

Nachbarn brauten für sie ein «Millionärsbier»:  Die Familie Walz hat vor Gericht eine Erstreckung erwirkt. Nun muss sie erst in zwei Jahren aus ihrer städtischen Wohnung ausziehen.
Nachbarn brauten für sie ein «Millionärsbier»: Die Familie Walz hat vor Gericht eine Erstreckung erwirkt. Nun muss sie erst in zwei Jahren aus ihrer städtischen Wohnung ausziehen.
Stefan Anderegg
Lorenz Meyer untersuchte die Missstände in der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern (hier bei einer Rede im Nationalratssaal im Jahr 2011). Er spricht von einem «Systemversagen».
Lorenz Meyer untersuchte die Missstände in der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern (hier bei einer Rede im Nationalratssaal im Jahr 2011). Er spricht von einem «Systemversagen».
Keystone
Die Direktion von Gemeinderat Alexandre Schmidt muss jetzt aufzeigen, wie künftig solche Missbräuche verhindert werden können.
Die Direktion von Gemeinderat Alexandre Schmidt muss jetzt aufzeigen, wie künftig solche Missbräuche verhindert werden können.
Keystone
1 / 10

Herr Schmidt, Sie sind «empört» über die «dreisten» Personen, die zu Unrecht von vergünstigten Wohnungen profitierten. Entspringt dies nicht einem etwas naiven Menschenbild?Alexandre Schmidt:Nein. Es gab immer wieder Personen, die sich von sich aus gemeldet haben. Das Schweizer Steuerwesen geht vom ehrlichen Bürger aus, der seine Steuererklärung auch selbständig ausfüllt und nicht auf den Steuerinspektor wartet. Ich wehre mich dagegen, die Bevölkerung grundsätzlich unter Generalverdacht zu stellen. Es ist vielleicht auch so, dass sich einige nicht gemeldet und gewartet haben, weil sie wussten, dass jetzt ja eine Überprüfung läuft.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.