Zum Hauptinhalt springen

Föhnsturm sorgt für brennenden Himmel

In der Nacht auf Freitag fegte ein kräftiger Föhnsturm über die Schweiz. Die stärkste Böe wurde mit 158 km/h auf dem Jungfraujoch gemessen.

Auch in der Region Bern gab es ein Erwachen mit Morgenrot. Leserreporter Philippe Gyarmati nahm das Bild am Freitagmorgen in Zimmerwald auf. Im Hintergrund sind die Berner Hochalpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau zu sehen.
Auch in der Region Bern gab es ein Erwachen mit Morgenrot. Leserreporter Philippe Gyarmati nahm das Bild am Freitagmorgen in Zimmerwald auf. Im Hintergrund sind die Berner Hochalpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau zu sehen.
Philippe Gyarmati, Leserreporter
«Es ist wirklich kein Farbfehler im Bild», klärt uns Philippe Gyarmati auf. Die Wolken haben das zweiteilige Farbenspiel am Himmel verursacht.
«Es ist wirklich kein Farbfehler im Bild», klärt uns Philippe Gyarmati auf. Die Wolken haben das zweiteilige Farbenspiel am Himmel verursacht.
Philippe Gyarmati, Leserreporter
In Mirchel kam es ebenfalls zum Naturspektakel.
In Mirchel kam es ebenfalls zum Naturspektakel.
Herr Kunz, Leserreporter
1 / 6

An vielen Orten in der Region Bern färbte sich am Morgen der Himmel rot. Schuld daran war ein Föhnsturm, der in der Nacht auf Freitag mit Orkanböen von knapp 160 Kilometer pro Stunde (km/h) über die Schweiz gefegt ist. Schäden wurden vorerst keine bekannt. Auf der Vorderseite eines Sturmtiefs über der Biskaya kam in den Alpen der starke Südföhn auf, wie «MeteoSchweiz» mitteilte.

Die stärkste Windböe wurde auf dem Jungfraujoch mit 158 km/h gemessen, wie aus Mitteilungen der Wetterdienste «Meteonews» und «Meteomedia» hervorgeht. Windgeschwindigkeiten bis 146 km/h wurden auf dem Kleinen Matterhorn gemessen, in La Fouly im Unterwallis waren es bis zu 141 km/h.

Auf dem Chasseral im Jura erreichten die Windspitzen 131 km/h. In Brülisau im Appenzellerland schaffte der Föhnsturm 133 km/h. In Meiringen im Berner Oberland wurden immerhin noch 108 und auf dem Bantiger bei Bern 96 km/h gemessen.

Weiterhin milde Temperaturen

In den Föhntälern blieb es in der Nacht ausgesprochen mild. So sank die Temperatur in Eichberg-Oberau im St. Galler Rheintal nicht unter 12 Grad. Auch in Erstfeld war es stets wärmer als 10 Grad.

Im Verlauf des Vormittags schwächt sich der Föhn langsam wieder ab. Es folgen Regen und oberhalb von rund 800 bis 1100 Metern Schnee. Im Süden schneit es teils bis rund 500 Meter. Die nächste Föhnphase erwarten die Wetterdienste bereits am Samstag. Ein Wintereinbruch ist bis auf weiteres auf der Alpennordseite nicht in Sicht.

In der Ostschweiz hatte der starke Wind Auswirkungen auf den Bahnverkehr. So war die Strecke zwischen Weissbad und Wasserauen auf der Linie Gossau SG - Wasserauen am Morgen wegen des Sturms vorübergehend unterbrochen.

Haben auch Sie das heutige Morgenrot fotografiert, senden Sie uns die Bilder an online@bernerzeitung.ch.

SDA/tag

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch