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Folkmusiker verbreiten Inselfieber in Berner Altstadt

Musiker aus aller Welt nehmen ab heute Donnerstag die Berner Altstadt in Beschlag.

Alhousseini Anivolla liess sich von der Wüste in seiner Heimat Niger inspirieren. Es entstanden Geschichten, die der Musiker auf seinem ersten Soloalbum «Anewal» versammelt. Mit seinen Songs tourt der Nomade in der ganzen Welt herum – heute führen ihn seine Wege nach Bern.
Alhousseini Anivolla liess sich von der Wüste in seiner Heimat Niger inspirieren. Es entstanden Geschichten, die der Musiker auf seinem ersten Soloalbum «Anewal» versammelt. Mit seinen Songs tourt der Nomade in der ganzen Welt herum – heute führen ihn seine Wege nach Bern.
Daniela & Marcello packen nicht Kind und Kegel, sondern Hund und Kegel ein, wenn sie auf Reisen gehen. Die beiden deutsch-italienischen Akrobaten liefern eine abwechslungsreiche Show, zu deren Hauptdarstellern die Dalmatiner Lilly und Laila gehören.
Daniela & Marcello packen nicht Kind und Kegel, sondern Hund und Kegel ein, wenn sie auf Reisen gehen. Die beiden deutsch-italienischen Akrobaten liefern eine abwechslungsreiche Show, zu deren Hauptdarstellern die Dalmatiner Lilly und Laila gehören.
Das Nieuw Lef Theater transportiert in seinem Wohnwagen einen Weitgereisten: Jesus persönlich empfängt die Besucherinnen und Besucher und lässt sie in einer einminütigen Zeitreise die besten Momente ihres Lebens Revue passieren.
Das Nieuw Lef Theater transportiert in seinem Wohnwagen einen Weitgereisten: Jesus persönlich empfängt die Besucherinnen und Besucher und lässt sie in einer einminütigen Zeitreise die besten Momente ihres Lebens Revue passieren.
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Zum neunten Mal findet das Buskers-Festival statt. Folk und jegliche davon inspirierte Musik stehen im Zentrum der diesjährigen Ausgabe, die auch mit Skurrilem aufwartet.

Folk passe als Genre perfekt auf die Strasse, sind die Veranstalter überzeugt. Sie haben für das diesjährige Strassenmusik- Festival in der Bundesstadt das Thema «Inselfieber» ausgesucht. Grossbritannien und Irland bilden den geographischen Schwerpunkt.

«Sieben Bands von den Inseln spielen sich ihre ironischen Seelen aus dem fiebrigen Leib», schreiben die Organisatoren. Die stilbildende Band-Kultur von England und Irland bringe immer wieder innovative und virtuose Gruppen hervor.

Der Blues des Tuaregs

Doch den Klängen aus Nordwesten weht ein starker Südwind aus Afrika entgegen. Die Thokozani Brothers bringen Isicathamiya nach Bern, einen traditionellen Stil für Männerchöre der südafrikanischen Zulu.

Ebenfalls aus dem afrikanischen Kontinenten kommt Alhousseini Anivolla. Doch der Tuareg aus dem Niger vermittelt mit seinem Blues aus der Wüste eine ganz andere Stimmung als der Männerchor.

In den Ohren vieler Zuhörer dürften indes die Darbietungen der Mundart-Musiker vertrauter klingen. Doch ausgerechnet Berndeutsch sucht man auf dem Buskers-Programm vergeblich. Dafür wird mit der Band Min King der Schaffhauser Dialekt in den Berner Gassen ertönen. Reggae auf Zürichdeutsch liefern Dodo & The Liberators.

Mandolinen-Punker und experimentelle Plattenteller

Wer seinen musikalischen Horizont erweitern möchte, darf zum Beispiel auf Kapaikos gespannt sein. Die deutsche Band spielt Mandolinen-Punk und quält nach eigenen Angaben gerne Mikrophone. Aussergewöhnlich dürfte auch die experimentelle Plattentellermusik der Gebrüder Ritalin sein.

Das Buskers-Programm besteht zu zwei Dritteln aus Musik; ein Drittel der Darbietungen sind eher etwas fürs Auge. Dazu gehören auch in diesem Jahr wieder Akrobaten, doch auch Budapester Marionetten oder ein spanischer Vespacar-Mini-Zirkus sind dabei. Selbstverständlich dürfen die klassischen Streetperformances, bei denen das Publikum einbezogen wird, nicht fehlen.

Liftmusik einmal anders

Brandneu ist indes der sogenannte Transformator. Kulturschaffende aus Musik, Schauspiel, Kleinkunst und Literatur bespielen den Matte- Lift, der zum ersten Mal dem Buskers-Publikum als Schauplatz zugänglich ist. Auf die Besucher des Lift-Transformators warten Textfetzen, Klänge, Lieder und eine lyrische Szenerie - Liftboy inklusive.

Insgesamt treten während drei Tagen 37 Gruppen an 30 Spielorten in über 300 Shows auf. Aus 20 Nationen kommen rund 150 professionelle Artisten nach Bern. Die Veranstalter erwarten 60'000 bis 80'000 Besucher.

Das Festival bezahlt den Künstlern Transport, Kost und Logis, jedoch keine Gage. Diese sollte das Publikum bezahlen, indem es die Darbietungen mit Hutgeld honoriert.

SDA/ stc/ js

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