Zum Hauptinhalt springen

Frauenstreik: Das grosse Beben

In der ganzen Region Bern fanden am Freitag im Rahmen des landesweiten Frauenstreiks Aktionen statt. Gegen Abend mündeten sie in der Berner Innenstadt in eine der grössten Demonstrationen ihrer Geschichte.

Christoph Hämmann
Die Stadt Bern stand am Freitag ganz im Zeichen des Frauenstreiks.
Die Stadt Bern stand am Freitag ganz im Zeichen des Frauenstreiks.
Raphael Moser
Mit Fahnen, Transparenten und Trillerpfeifen auf der Strasse.
Mit Fahnen, Transparenten und Trillerpfeifen auf der Strasse.
Raphael Moser
Effektives Mittel, um Lärm zu machen: Pfannendeckel.
Effektives Mittel, um Lärm zu machen: Pfannendeckel.
Raphael Moser
Es waren viele, und sie waren laut:
Es waren viele, und sie waren laut:
Raphael Moser
40'000 Frauen zogen am Freitag durch die Gassen in der Berner Innenstadt und forderten Gleichberechtigung.
40'000 Frauen zogen am Freitag durch die Gassen in der Berner Innenstadt und forderten Gleichberechtigung.
Raphael Moser
Imposant: Der Demo-Umzug in der Berner Altstadt.
Imposant: Der Demo-Umzug in der Berner Altstadt.
Raphael Moser
Der Umzug war geprägt von guter Stimmung.
Der Umzug war geprägt von guter Stimmung.
Raphael Moser
Das Weltentuch wurde am Freitagmorgen auf dem Bundesplatz genäht und durfte am Umzug nicht fehlen.
Das Weltentuch wurde am Freitagmorgen auf dem Bundesplatz genäht und durfte am Umzug nicht fehlen.
Raphael Moser
Auch die ausdauernste Demonstrantin hat mal Hunger
Auch die ausdauernste Demonstrantin hat mal Hunger
Stefan Schnyder
Die Spitalgasse ist um 19.45 Uhr immer noch voller Leute. Bernmobil muss warten.
Die Spitalgasse ist um 19.45 Uhr immer noch voller Leute. Bernmobil muss warten.
Stefan Schnyder
Problembeschrieb auf dem Bärenplatz.
Problembeschrieb auf dem Bärenplatz.
Stefan Schnyder
Die kämpferische Nachhut um 19.40 Uhr beim Käfigturm.
Die kämpferische Nachhut um 19.40 Uhr beim Käfigturm.
Stefan Schnyder
19.30 Uhr beim Käfigturm: Noch immer strömen Teilnehmerinnen vorbei. Zum Beispiel Hebammen.
19.30 Uhr beim Käfigturm: Noch immer strömen Teilnehmerinnen vorbei. Zum Beispiel Hebammen.
Männer sollen einfach auch mal «die Fresse halten».
Männer sollen einfach auch mal «die Fresse halten».
Stefan Schnyder
Auch die «W.Nuss vo Bümpliz» streikt.
Auch die «W.Nuss vo Bümpliz» streikt.
Stefan Schnyder
Girls want to have Fun-damental rights. Eine Anspielung auf einen Hit von Cindy Lauper.
Girls want to have Fun-damental rights. Eine Anspielung auf einen Hit von Cindy Lauper.
Stefan Schnyder
Noch immer kommen Demo-Teilnehmerinnen zum Käfigturm. Einige haben die 'Schnurrä' voll.
Noch immer kommen Demo-Teilnehmerinnen zum Käfigturm. Einige haben die 'Schnurrä' voll.
Stefan Schnyder
Ein Teil des Demoumzugs ist beim Zytglogge angelangt. «14. Juni alle Tage, wir sind eine Kampfansage», rufen die Teilnehmerinnen.
Ein Teil des Demoumzugs ist beim Zytglogge angelangt. «14. Juni alle Tage, wir sind eine Kampfansage», rufen die Teilnehmerinnen.
Stefan Schnyder
Der Demo-Umzug läuft jetzt die Gerechtigkeitsgasse hoch. Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht, heisst es auf dem Transparent.
Der Demo-Umzug läuft jetzt die Gerechtigkeitsgasse hoch. Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht, heisst es auf dem Transparent.
Stefan Schnyder
Der Umzug ist gestartet, hier in der Junkerngasse. Die Teilnehmerinnen rufen: «Gleiche Arbeit, gleicher Lohn, alles andere ist ein Hohn».
Der Umzug ist gestartet, hier in der Junkerngasse. Die Teilnehmerinnen rufen: «Gleiche Arbeit, gleicher Lohn, alles andere ist ein Hohn».
Stefan Schnyder
Gedränge vor dem Bundeshaus.
Gedränge vor dem Bundeshaus.
Raphael Moser
Alle wollen auf den Bundesplatz: Die Schauplatzgasse ist vom Bahnhofplatz bis zum Bundesplatz überfüllt.
Alle wollen auf den Bundesplatz: Die Schauplatzgasse ist vom Bahnhofplatz bis zum Bundesplatz überfüllt.
Christoph Hämmann
Gleiches Bild beim engen Käffiggässchen.
Gleiches Bild beim engen Käffiggässchen.
Christoph Hämmann
Vom Bärenplatz gibts fast kein Durchkommen zum überfüllten Bundesplatz
Vom Bärenplatz gibts fast kein Durchkommen zum überfüllten Bundesplatz
Stefan Schnyder
Am späteren Nachmittag füllte sich der Bundesplatz. Um 17:30 Uhr begann die offizielle Demo.
Am späteren Nachmittag füllte sich der Bundesplatz. Um 17:30 Uhr begann die offizielle Demo.
Raphael Moser
Der Bundesplatz und der Bärenplatz füllen sich. Die Veranstalter  schätzen, dass 17'000 Personen vor Ort sind.
Der Bundesplatz und der Bärenplatz füllen sich. Die Veranstalter schätzen, dass 17'000 Personen vor Ort sind.
Peter Klaunzer
Flavia Wasserfallen (links) macht ein Selfie.
Flavia Wasserfallen (links) macht ein Selfie.
Freshfocus
Die «Grossmütter-Revolution»: Ältere Damen veranstalteten am Frauenstreik eine Staubsaugeraktion.
Die «Grossmütter-Revolution»: Ältere Damen veranstalteten am Frauenstreik eine Staubsaugeraktion.
Raphael Moser
Gut ein Dutzend Rentnerinnen, mit Besen und Staubsaugern bewehrt, wischten das Pavillon auf der Kleinen Schanze.
Gut ein Dutzend Rentnerinnen, mit Besen und Staubsaugern bewehrt, wischten das Pavillon auf der Kleinen Schanze.
Raphael Moser
Dann legten sie ihre Arbeitsgeräte nieder und verlasen Statements.
Dann legten sie ihre Arbeitsgeräte nieder und verlasen Statements.
Raphael Moser
Polizistinnen im Dienst solidarisieren sich mit den streikenden Frauen.
Polizistinnen im Dienst solidarisieren sich mit den streikenden Frauen.
Raphael Moser
«Nicht streiken, aber ein Zeichen setzen»: Beatrice Mosimann (leitende Ärztin in der Frauenklinik), Edith Gabriel (Leiterin des Pflegedienstes der Frauenklinik) und Susanne Boog (Pflegefachfrau) (von links) arbeiten am Streiktag in der Frauenklinik..
«Nicht streiken, aber ein Zeichen setzen»: Beatrice Mosimann (leitende Ärztin in der Frauenklinik), Edith Gabriel (Leiterin des Pflegedienstes der Frauenklinik) und Susanne Boog (Pflegefachfrau) (von links) arbeiten am Streiktag in der Frauenklinik..
Raphael Moser
Gemütliche Stimmung auf dem Bundesplatz. Immer mehr lilagekleidete Streikende strömen nach Bern
Gemütliche Stimmung auf dem Bundesplatz. Immer mehr lilagekleidete Streikende strömen nach Bern
Raphael Moser
Auf Ballone, Plakate und sogar auf die Haut wurden Symbole gemalt.
Auf Ballone, Plakate und sogar auf die Haut wurden Symbole gemalt.
Raphael Moser
Der Bundesplatz ist bereits am Mittag gut gefüllt.
Der Bundesplatz ist bereits am Mittag gut gefüllt.
Raphael Moser
Am Nachmittag werden weitere Tausende Streikende nach Bern strömen. Hat es genug Platz für alle?
Am Nachmittag werden weitere Tausende Streikende nach Bern strömen. Hat es genug Platz für alle?
Raphael Moser
Schon kurz vor 12 Uhr ist der Bundesplatz brechend voll
Schon kurz vor 12 Uhr ist der Bundesplatz brechend voll
twitter.com/ChristophHämmann
«Walk-Out» der Verkäuferinnen der Läden in der Berner Marktgasse.
«Walk-Out» der Verkäuferinnen der Läden in der Berner Marktgasse.
Raphael Moser
Rund 200 verliessen ihre Arbeit und demonstrierten.
Rund 200 verliessen ihre Arbeit und demonstrierten.
Raphael Moser
Sie forderten einen Gesamtarbeitsvertrag, keine längeren Ladenöffnungszeiten, keine Sonntagsarbeit, höhere Löhne,...
Sie forderten einen Gesamtarbeitsvertrag, keine längeren Ladenöffnungszeiten, keine Sonntagsarbeit, höhere Löhne,...
Raphael Moser
...bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie generell mehr Respekt für einen Beruf,
...bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie generell mehr Respekt für einen Beruf,
Raphael Moser
Auch in Neuenegg wird gestreikt. Dort trafen sich gut 30 Frauen - von der Bäuerin bis zur Pfarrerin. Sie sitzen auf Campingstühlen rund um den Dorfkreisel und tun ihre Meinung mit diversen Plakaten kund.
Auch in Neuenegg wird gestreikt. Dort trafen sich gut 30 Frauen - von der Bäuerin bis zur Pfarrerin. Sie sitzen auf Campingstühlen rund um den Dorfkreisel und tun ihre Meinung mit diversen Plakaten kund.
Christoph Albrecht
Unter die Neuenegger Streikenden hat sich auch SP-Grossrätin Tamara Funiciello. «Hier auf dem Land zu streiken braucht viel mehr Mut, das wollte ich unterstützen», sagt die Politikerin, die einst selber in der SVP-Hochburg gewohnt hat.
Unter die Neuenegger Streikenden hat sich auch SP-Grossrätin Tamara Funiciello. «Hier auf dem Land zu streiken braucht viel mehr Mut, das wollte ich unterstützen», sagt die Politikerin, die einst selber in der SVP-Hochburg gewohnt hat.
Christoph Albrecht
Am Bärengraben startete um 10:30 Uhr die Kinderwagendemo.
Am Bärengraben startete um 10:30 Uhr die Kinderwagendemo.
Raphael Moser
Tausende Frauen zogen mit ihren Kinderwagen und Kindern los.
Tausende Frauen zogen mit ihren Kinderwagen und Kindern los.
Raphael Moser
Die Nydeggbrücke fest in violetter Kinderwagendemo-Hand.
Die Nydeggbrücke fest in violetter Kinderwagendemo-Hand.
Raphael Moser
Die farbige fröhliche Demo fordert mehr Anerkennung für die Erziehungsarbeit.
Die farbige fröhliche Demo fordert mehr Anerkennung für die Erziehungsarbeit.
Raphael Moser
Um 11 Uhr machen mehrere hundert Frauen in der Aarbergergasse Lärm gegen die Gewalt an Frauen. Dies mit Trillerpfeifen, Kuhglocken, Rasseln, Pfannendeckeln, Schreien und Klatschen.
Um 11 Uhr machen mehrere hundert Frauen in der Aarbergergasse Lärm gegen die Gewalt an Frauen. Dies mit Trillerpfeifen, Kuhglocken, Rasseln, Pfannendeckeln, Schreien und Klatschen.
Stefan Schnyder
Die Kinderwagen-Demo zieht weiter zum Bundesplatz.
Die Kinderwagen-Demo zieht weiter zum Bundesplatz.
Christoph Hämmann
SP-Grossrätin Tamara Funiciello posiert bei der Nydeggbrücke für eine Foto.
SP-Grossrätin Tamara Funiciello posiert bei der Nydeggbrücke für eine Foto.
Christoph Hämmann
«Runter mit der Tamponsteuer» auf dem Bundesplatz wird mit einem riesigen blutigen Tampon demonstriert.
«Runter mit der Tamponsteuer» auf dem Bundesplatz wird mit einem riesigen blutigen Tampon demonstriert.
Raphael Moser
Tampons und Binden sollen gleich besteuert werden, wie andere Produkte des täglichen Gebrauchs.
Tampons und Binden sollen gleich besteuert werden, wie andere Produkte des täglichen Gebrauchs.
Raphael Moser
11'400 Personen haben eine Petition ans Parlament unterschrieben, die eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Hygieneartikel für Frauen verlangt. Kampagnenleiterin Silja Lüthi  (zweite von rechts) von Campax übergibt die Unterschriften an eine Kaderfrau der Parlamentsdienste (rechts).
11'400 Personen haben eine Petition ans Parlament unterschrieben, die eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Hygieneartikel für Frauen verlangt. Kampagnenleiterin Silja Lüthi (zweite von rechts) von Campax übergibt die Unterschriften an eine Kaderfrau der Parlamentsdienste (rechts).
Stefan Schnyder
Aktion beim Bundeshaus: Weg mit den Büstenhaltern.
Aktion beim Bundeshaus: Weg mit den Büstenhaltern.
Keystone
Nationalrätin Therese Frösch zeigt einen Büstenhalter, welchen sie an einem Ballon befestigt hat.
Nationalrätin Therese Frösch zeigt einen Büstenhalter, welchen sie an einem Ballon befestigt hat.
Keystone
Anschliessend liesen die Frauen die Ballone mit den Büstenhaltern in die Luft steigen.
Anschliessend liesen die Frauen die Ballone mit den Büstenhaltern in die Luft steigen.
Keystone
Frauenstreik: Poncho in Vagina Optik
Frauenstreik: Poncho in Vagina Optik
Raphael Moser
Frauensolidarität über die Kontinente hinweg. Touristinnen aus China nähen beim Weltentuch auf dem Bundesplatz mit.
Frauensolidarität über die Kontinente hinweg. Touristinnen aus China nähen beim Weltentuch auf dem Bundesplatz mit.
Stefan Schnyder
Das Weltentuch auf dem Bundesplatz wächst und wächst (Stand: 10 Uhr)
Das Weltentuch auf dem Bundesplatz wächst und wächst (Stand: 10 Uhr)
Raphael Moser
Auch Streikende brauchen zwischendurch eine Pause.
Auch Streikende brauchen zwischendurch eine Pause.
Peter Klaunzer, Keystone
Die Farbe Violett dominiert auch das Erscheinungsbild des Berner Lorrainequartiers. Nebst Farbklecksern auf den Trottoirs wurden auch die abgebildeten Frauen des lokalen Fitness-Centers violett bepinselt.
Die Farbe Violett dominiert auch das Erscheinungsbild des Berner Lorrainequartiers. Nebst Farbklecksern auf den Trottoirs wurden auch die abgebildeten Frauen des lokalen Fitness-Centers violett bepinselt.
Michael Bucher
Vor dem Unigebäude zeigt sich mit Einstein ein Mann solidarisch. Das angehängte Plakat plädiert für mehr Achtsamkeit.
Vor dem Unigebäude zeigt sich mit Einstein ein Mann solidarisch. Das angehängte Plakat plädiert für mehr Achtsamkeit.
Christoph Hämmann
Die neue Beatrix-Mesmer-Strasse hinter dem Universitätshauptgebäude. Mesmer war die erste Frau in der Berner Universitätsleitung, eine Rektorin gab es indes noch nie.
Die neue Beatrix-Mesmer-Strasse hinter dem Universitätshauptgebäude. Mesmer war die erste Frau in der Berner Universitätsleitung, eine Rektorin gab es indes noch nie.
Christoph Hämmann
Bei der Heiliggeistkirche wurde die Care-Arbeit-Gasse ins Leben gerufen. Gewidmet den Frauen, die gratis Sorge-Arbeit leisten.
Bei der Heiliggeistkirche wurde die Care-Arbeit-Gasse ins Leben gerufen. Gewidmet den Frauen, die gratis Sorge-Arbeit leisten.
Wolf Röcken
Rund 250 Vertreterinnen der Berner Kulturinstitutionen liefen von ihren Kulturhäusern zur Parkanlage der Kleinen Schanze.
Rund 250 Vertreterinnen der Berner Kulturinstitutionen liefen von ihren Kulturhäusern zur Parkanlage der Kleinen Schanze.
Wolf Röcken
Um 09:00 Uhr trafen sie sich dort und sangen gemeinsam: 'Smash, smash, smash old strutures. We are feminists of the cultures. We will build a new society. On respect and equality.'
Um 09:00 Uhr trafen sie sich dort und sangen gemeinsam: 'Smash, smash, smash old strutures. We are feminists of the cultures. We will build a new society. On respect and equality.'
Wolf Röcken
Der Mezenerweg im Breitenraiquartier wird kurzerhand zur Vonrothenstrasse umbenannt.
Der Mezenerweg im Breitenraiquartier wird kurzerhand zur Vonrothenstrasse umbenannt.
Mirjam Comtesse
Schon früh morgens haben rund 30 Frauen das Motto «Rüebli rüste» im Bahnhof Bern umgesetzt.
Schon früh morgens haben rund 30 Frauen das Motto «Rüebli rüste» im Bahnhof Bern umgesetzt.
Raphael Moser
Ausgerüstet mit Staubsauger, Besen, Bügeleisen, Kinderwagen und Plakaten sorgten sie mit ihrer «gestörten Morgenaktion» für Lärm.
Ausgerüstet mit Staubsauger, Besen, Bügeleisen, Kinderwagen und Plakaten sorgten sie mit ihrer «gestörten Morgenaktion» für Lärm.
Raphael Moser
Die Aktion im Bahnhof soll auf die unbezahlten Tätigkeiten vieler Frauen aufmerksam machen.
Die Aktion im Bahnhof soll auf die unbezahlten Tätigkeiten vieler Frauen aufmerksam machen.
Raphael Moser
«Fühlen Sie sich gestört? Auch uns stört die unbezahlte Arbeit», lautet eine der Botschaften, welche die Frauen auf dem Rücken tragen.
«Fühlen Sie sich gestört? Auch uns stört die unbezahlte Arbeit», lautet eine der Botschaften, welche die Frauen auf dem Rücken tragen.
Raphael Moser
Die Aktion sorgte bei vielen Passantinnen und Passanten für ein Schmunzeln, der kurze Stau wurde gelassen genommen.
Die Aktion sorgte bei vielen Passantinnen und Passanten für ein Schmunzeln, der kurze Stau wurde gelassen genommen.
Raphael Moser
Da die Frauen voll mit Putzen und Schrubben beschäftigt waren, trugen sie ihre Botschaften auf Plakätchen auf dem Rücken.
Da die Frauen voll mit Putzen und Schrubben beschäftigt waren, trugen sie ihre Botschaften auf Plakätchen auf dem Rücken.
Raphael Moser
In der Lorraine haben einige Frauen eine Streikzone vor dem Restaurant Du Nord aufgestellt.
In der Lorraine haben einige Frauen eine Streikzone vor dem Restaurant Du Nord aufgestellt.
Raphael Moser
Die violette Streikzone in der Lorraine.
Die violette Streikzone in der Lorraine.
Raphael Moser
Die Künstlerin Kate Burgener hat zwischen 7 und 9 Uhr ein langes, violettes Stofftuch quer über den Bundesplatz gelegt.
Die Künstlerin Kate Burgener hat zwischen 7 und 9 Uhr ein langes, violettes Stofftuch quer über den Bundesplatz gelegt.
Raphael Moser
Die Frauen sind aufgerufen, auf einen der Streifen einen Wunsch oder eine Forderung aufzuschreiben...
Die Frauen sind aufgerufen, auf einen der Streifen einen Wunsch oder eine Forderung aufzuschreiben...
Raphael Moser
...und den Papierstreifen in ein Loch oder eine Ritze zu stecken.
...und den Papierstreifen in ein Loch oder eine Ritze zu stecken.
Raphael Moser
Heute ist Frauenstreik: In Bern verteilt eine Frau frühmorgens violette Luftballons.
Heute ist Frauenstreik: In Bern verteilt eine Frau frühmorgens violette Luftballons.
Raphael Moser
Nationalrätin Margret Kiener Nellen (rechts) schaut auf dem Weg ins Bundeshaus bei den Streikenden vorbei.
Nationalrätin Margret Kiener Nellen (rechts) schaut auf dem Weg ins Bundeshaus bei den Streikenden vorbei.
Raphael Moser
Edith Meier, Beatrice Hostettler und Angelika Neuhaus (von links) hoffen am Bundesplatz unter einem Vordach auf besseres Wetter: Sie sind von der SP und waren schon 1991 beim Frauenstreik dabei
Edith Meier, Beatrice Hostettler und Angelika Neuhaus (von links) hoffen am Bundesplatz unter einem Vordach auf besseres Wetter: Sie sind von der SP und waren schon 1991 beim Frauenstreik dabei
Raphael Moser
Iris Käser ist bereits um 7 Uhr auf dem Bundesplatz Sie ist der Kopf hinter der Aktion Weltentuch. Dabei wollen Frauen auf dem Bundesplatz ein riesiges Stofftuch zusammennähen. Um 9 Uhr beginnt die Aktion.
Iris Käser ist bereits um 7 Uhr auf dem Bundesplatz Sie ist der Kopf hinter der Aktion Weltentuch. Dabei wollen Frauen auf dem Bundesplatz ein riesiges Stofftuch zusammennähen. Um 9 Uhr beginnt die Aktion.
Raphael Moser
Am Freitag ist Frauenstreik.
Am Freitag ist Frauenstreik.
Raphael Moser
Das Frauenstreik-Plakat am Rednerpult hat den SVP-Nationalrat und Stadtparlamentarier Erich Hess in Rage gebracht. Er riss das Plakat am Donnerstagabend während der Sitzung des Berner Stadtrats mehrfach ab, zum Ärger der meisten übrigen Anwesenden.
Das Frauenstreik-Plakat am Rednerpult hat den SVP-Nationalrat und Stadtparlamentarier Erich Hess in Rage gebracht. Er riss das Plakat am Donnerstagabend während der Sitzung des Berner Stadtrats mehrfach ab, zum Ärger der meisten übrigen Anwesenden.
Beat Mathys
1 / 86

Was für eine Energie, was für eine Vielfalt an Menschen und Aktionen! Was für eine Arbeit,die in den letzten Wochen und Monaten geleistet worden ist,damit der gestrige Frauenstreik der Stadt Bern eine der grössten Demonstrationen ihrer Geschichte bescheren konnte.

Auf 40'000 schätzten die Organisatorinnen die Frauen, Männer und Kinder, die eine Schlange bildeten, die vom Bundesplatz zum unteren Ende der Gerechtigkeitsgasse und wieder zurück zog und deren Kopf am Ende den eigenen Schwanz berührte.

Wenn Frau will, steht alles still, hiess es 1991 beim ersten Frauenstreik. Tatsächlich gab es am Freitag um 17.30 Uhr auf dem Bundesplatz und den angrenzenden Plätzen und Gassen kein Durchkommen mehr. Die meisten hörten nichts von den Reden der Frauen auf der Bühne, und doch wollten sie alle die Forderungen des Frauenstreiks unterstreichen, die sich fast banal in einem Wort komprimieren lassen: Gleichstellung.

«Schluss mit dem täglichen Verfassungsbruch!»

Vania Alleva, Präsidentin Gewerkschaft Unia

So standen Menschen jeden Alters einfach da, hielten Schilder und Transparente in die Höhe und sprachen zusammen. Sie taten dies im Bewusstsein, dass sich in der ganzen Schweiz Gleichgesinnte zu unzähligen Aktionen ver­sammelt hatten, und sahen zu, wie aus den Quartieren und der Region immer mehr Menschen in die Innenstadt strömten. «Heute bringen wir die Welt zum Beben», rief eine Frau während des Umzugs – und es schien undenkbar, dass das Beben nicht noch lange anhalten wird.

Früh am Morgen waren die ersten Aktionen losgegangen und hörten bis zum Abend nicht mehr auf. Den ganzen Tag über herrschte ein fröhliches, buntes und kreatives Treiben, in dem die Ernsthaftigkeit der Forderungen und der unbedingte Wille, diese umzusetzen, doch immer spürbar blieben.

«Das ist nur ein Anfang»

Frauen an der Demo

«Das ist nur ein Anfang», skandierte einmal eine Gruppe Frauen, und wäre man gegen Gleichstellung, es hätte sich angehört wie eine böse Drohung. Allerdings ist die Gleichstellung der Geschlechter seit 1981 in der Bundesverfassung verankert, sie war es beim ersten Frauenstreik also bereits seit zehn Jahren. «Schluss mit dem täglichen Verfassungsbruch», rief Vania Alleva, Präsidentin der Gewerkschaft Unia, am Ende der Kundgebung auf dem Bundesplatz.

Eine Demokratin, ein Demokrat kann nicht widersprechen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch