Zum Hauptinhalt springen

Freiburg sagt Ja zur möglichen Gemeindefusion

Die bernische Kleinstgemeinde Clavaleyres will mit Murten fusionieren. Am Mittwoch stimmte der freiburgische Grosse Rat der Aufnahme zu.

Der Kanton Freiburg gab den Weg frei für eine allfällige Fusion der Berner Gemeinde Clavaleyres mit Murten.
Der Kanton Freiburg gab den Weg frei für eine allfällige Fusion der Berner Gemeinde Clavaleyres mit Murten.

Der Kanton Freiburg kann die bernische Gemeinde Clavaleyres aufnehmen, falls diese mit Murten fusioniert. Der freiburgische Grosse Rat gab am Mittwoch ohne Gegenstimme grünes Licht zum Kantonswechsel, der mit dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden verbunden wäre. Damit ist im komplizierten Fusionsverfahren ein weiterer Schritt getan.

«Historisches Ereignis»

Beim möglichen Kantonswechsel handelt es sich um ein historisches Ereignis, wie die grüne Freiburger Regierungsrätin Marie Garnier vor dem Rat ausführte. Erstmals seit der Mediationsakte unter Napoleon würde das Kantonsgebiet Freiburgs verändert. Der Prozess wird aber noch einige Zeit dauern. Er ist aufwendig, da die verschiedensten Fragen mit den Akteuren von Bund, Kantonen und Gemeinden geklärt werden müssen. Fertig soll das Prozedere frühestens 2021 sein.

«Lex Clavaleyres»

Am Dossier arbeiten die Verwaltungen Berns und Freiburgs gemeinsam. Laut Garnier ist die Zahl der Probleme umgekehrt proportional zur Zahl der betroffenen Personen. Freiburg verfügt aktuell über keine Gesetzesgrundlagen für einen Kantonswechsel. Die «Lex Clavaleyres» soll 2016 vorliegen.

Die Gemeinde Clavaleyres mit ihren 50 Bewohnerinnen und Bewohnern ist Teil des Bezirks Bern-Mittelland. Ihre Fläche von nur einem Quadratkilometer ist ganz vom Freiburger Seebezirk umschlossen. Das Dorf ist bereits heute auf Murten ausgerichtet und arbeitet mit dem Städtchen etwa bei Feuerwehr und Schule zusammen. Zwei Fusionsversuche mit der bernischen Gemeinde Münchenwiler scheiterten.

Der letzte Kantonswechsel war jener von Vellerat, das sich 1996 von Bern trennte und dem Jura anschloss. Das geschah aber ohne die Komplikationen einer Gemeindefusion.

sda/lfc

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch