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«Füür u Flamme obedüre, Fasnachtsbär chum ungefüre!»

Am Donnerstagabend kurz nach 20 Uhr wurde am Käfigturm in Bern der Bär befreit und damit die Fasnacht eingeläutet.

Seit Donnerstagabend ist wieder der Bär los in Bern (Archivbild der Bärenbefreiung).
Seit Donnerstagabend ist wieder der Bär los in Bern (Archivbild der Bärenbefreiung).
Beat Mathys

In Bern ist seit Donnerstagabend der Bär los - oder anders gesagt: Die Fasnacht hat begonnen. Das Startspektakel, die sogenannte Bärenbefreiung beim Käfigturm, war dieses Jahr von Schall, Feuer und Rauch geprägt.

Befreit wurde der Bär, der seit November im Käfigturm im Winterschlaf lag, mit einem durch eine Art Zündschnur ausgelösten Knall. Eine der beiden Narren auf dem Podest vor dem Turm rief dazu die Worte: «Ysch u Zapfe einerlei, Schloss gib Tür u Rigu frei!»

Der Fasnachtsbär zeigte sich dann aber - anders als in früheren Jahren - nicht am Fenster des Käfigturms und winkte hinunter. Er wurde auch nicht auf einer Hebebühne von einem Turmfenster heruntergeholt wie im Jahr 2013.

Vielmehr tauchte er plötzlich plötzlich unter einem Zauberhut hervor. Deshalb hatte auch der andere Narr auf dem Podest die Worte gesagt: «Füür u Flamme obedüre, Fasnachtsbär chum ungefüre!»

Eis- und den Feuernarr

Bei diesen Figuren handelte es sich um den sogenannten Eis- und den Feuernarr, wie nach dem Spektakel der Eisnarr persönlich der Nachrichtenagentur sda erklärte. Sie hiessen so, weil die Bärenbefreiung dieses Jahr unter dem Motto «Fäier änd Äis» stand.

Ziel des diesjährigen Spektakels sei es gewesen, die Texte kurz zu halten, aber dafür dem Auge etwas zu bieten, sagte der Eisnarr. Das Publikum wolle schliesslich keine langen politischen Statements, sondern Spektakel. Es müsse «läbe und tätsche» bei der Bärenbefreiung, und ein bisschen Zauberei eigne sich dafür gut.

Inszeniert hat das Spektakel Thomas Schweizer unter dem Patronat des Vereins Berner Fasnacht.

Noch bis Samstag

Nach der Bärenbefreiung ging in der Berner Innenstadt das audiovisuelle Spektakel sofort weiter - die Guggenmusiken brachten schon auf dem Bärenplatz die ersten Ständchen und viele fantasievoll verkleideten Fasnächtler begannen, zur Musik zu tanzen. Andere machten sich auf in Richtung untere Altstadt, wo Guggen-Konzerte und die Schnitzelbanksoiree auf Interessierte warteten.

Noch zwei weitere Tage dauert die Berner Fasnacht, die allgemein als drittgrösste der Schweiz gilt. Am Freitag steht der Kinderumzug und am Samstag der grosse Fasnachtsumzug auf dem Programm. Die Organisatoren erwarten jeweils Zehntausende von Zuschauern und Teilnehmern.

Den Schluss macht am Samstag das Monsterkonzert auf dem Bundesplatz. Bis dann kann es also weitergehen unter dem Leitspruch, den der Eisnarr auf dem Podest vor dem Käfigturm formulierte: «I wetti gärn e chly meh Action hie in Bärn!»

SDA/sih

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