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Riggisberg und Rümligen wollen 2021 fusionieren

Sparen können Riggisberg und Rümligen bei einer Fusion kaum. Dennoch würden laut einem neuen Bericht die Vorteile überwiegen.

Die ab 2021 fusionierte Gemeinde soll Riggisberg heissen.
Die ab 2021 fusionierte Gemeinde soll Riggisberg heissen.
Urs Baumann

Die Gemeinden Riggisberg und Rümligen wollen sich auf Anfang 2021 zusammenschliessen. Nun liegt der Grundlagenbericht vor. Eine Fusion könne «ohne grössere Risiken» vollzogen werden, lautet das Fazit.

«Wir sind klar der Auffassung, dass die Chancen überwiegen und wir uns als neue, starke, fusionierte Gemeinde besser positionieren können», heisst es im Bericht der interkommunalen Arbeitsgruppe. Sie empfiehlt den Stimmberechtigten deshalb, bei der Abstimmung am 27. Juni für die Fortführung des Fusionsprojekts zu stimmen. Vor einem Jahr hatten sich die Gemeindeversammlungen bereits klar für die Abklärungen ausgesprochen.

Die fusionierte Gemeinde würde Riggisberg heissen, das heutige Wappen Riggisbergs beibehalten und knapp 3000 Einwohner sowie 3450 Hektaren zählen. Der Name Rümligen würde als Ortsteil erhalten bleiben. Das Gemeindegebiet würde sich von der Gürbe bis zum Gurnigel erstrecken. In der ersten Legislatur ist für den Ortsteil Rümligen ein Sitz im siebenköpfigen Gemeinderat reserviert.

Wie die Arbeitsgruppe weiter schreibt, soll der Schulstandort Rümligen «nach Möglichkeit» erhalten bleiben. Auch die bestehenden Strukturen könnten grösstenteils beibehalten werden, etwa bei der Feuerwehr, dem Zivilschutz und der Oberstufenschule in Riggisberg.

Steuerfuss in der Mitte

Aus finanzieller Sicht bringe eine Fusion kaum Vorteile, steht im Bericht. Beide Gemeinden müssten – mit oder ohne Fusion – die Erträge steigern oder die Aufwände und Investitionen reduzieren. Die Steueranlage soll bei 1,80 Einheiten liegen. Damit würden die Steuerzahler aus Riggisberg von einer geringen Steuersenkung um 0,02 Einheiten gegenüber heute profitieren. Die Bewohner von Rümligen müssten eine Steuererhöhung um 0,05 Einheiten hinnehmen.

Ein Vorteil wäre dafür, dass künftig mehr Behördenmitglieder zur Verfügung stehen würden. Insbesondere Rümligen hatte in den letzten Jahren immer wieder Mühe, genügend Personal zu finden. Auch die Öffnungszeiten der Verwaltung würden ausgebaut. Vom 7. Februar bis 10. März wird eine öffentliche Mitwirkung zum Grundlagenbericht durchgeführt. Der Bericht ist auf den Websites der beiden Gemeinden aufgeschaltet.

(rei)

Informationsanlass: Montag, 11. Februar, 20 Uhr, Aula Schulanlage Aebnit, Riggisberg.

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