Fussgänger-Lobby ergreift Referendum gegen Velobrücke

Bern

Weil bei der geplanten Berner Velobrücke die Fussgänger zu wenig berücksichtigt werden, will der Verein Vortritt Fussgänger das Referendum dagegen ergreifen.

<b>Die geplante Velobrücke</b> zwischen Breitenrain und Länggasse sei nur für Velofahrer. Die Fussgänger würden nur am Rande berücksichtigt, findet der Verein Vortritt Fussgänger.

Die geplante Velobrücke zwischen Breitenrain und Länggasse sei nur für Velofahrer. Die Fussgänger würden nur am Rande berücksichtigt, findet der Verein Vortritt Fussgänger.

(Bild: Andreas Blatter)

Der Verein Vortritt Fussgänger will das Referendum gegen die Berner Velobrücke ergreifen, wenn das Projekt nicht grundlegend überarbeitet wird. Das hat die Mitgliederversammlung beschlossen.

Die heutige Version der geplanten Brücke von der Länggasse in den Breitenrain sehe eine reine Velobrücke vor, hält der Verein in einer Mitteilung vom Mittwoch fest. «Die Fussgänger werden nur am Rand erwähnt und einbezogen.»

Eine Brücke für einen einzigen Verkehrsteilnehmer sei kurzsichtig und unfair. Sie verhindere eine ausgewogene Förderung des Langsamverkehrs. Einmal mehr werde der Fussverkehr vernachlässigt.

In einem Grundsatzentscheid hat der Verein nun beschlossen, beim nächsten fälligen Kredit das fakultative Finanzreferendum zu ergreifen. Er lässt aber eine Hintertür offen: Werde das Projekt im Sinne der Fussgänger und unter Berücksichtigung der Quartierverträglichkeit überarbeitet, werde man den Referendumsbeschluss nochmals überprüfen.

Der Verein Vortritt Fussgänger setzt sich nach eigenen Angaben für eine fussgängerfreundliche Stadtplanung ein. Präsident ist Bernhard Eicher, der Fraktionschef der FDP im Berner Stadtparlament.

chh/sda

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