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Gaswerkareal: Besetzer dürfen vorerst bleiben

Das Besetzerkollektiv Anstadt und Grundeigentümerin EWB haben sich auf einen bis Ende März 2019 befristeten Vertrag geeinigt.

Alternative Ministadt auf dem «historischen» Zaffaraya-Gelände: Anstadt auf dem Gaswerkareal.
Alternative Ministadt auf dem «historischen» Zaffaraya-Gelände: Anstadt auf dem Gaswerkareal.
Franziska Rothenbühler
Ein Besetzerkollektiv hat sich am Donnerstag auf dem Berner Gaswerkareal installiert.
Ein Besetzerkollektiv hat sich am Donnerstag auf dem Berner Gaswerkareal installiert.
Jürg Steiner
Bald soll das besetzte Areal allen Interessierten offenstehen.
Bald soll das besetzte Areal allen Interessierten offenstehen.
Jürg Steiner
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Anfang Juli besetzte eine Gruppe ein eingezäuntes Gelände auf dem Berner Gaswerkareal, das zuvor jahrelang ungenutzt geblieben war. Die «antikapitalistische Alternativstadt» namens Anstadt war vom ersten Tag an eindrücklich möbliert, unter anderem mit einem alten Feuerwehrauto und einem ausrangierten Fischerboot auf Rädern.

Im Lauf des Sommers wurde auf dem Landstück, das Energie Wasser Bern (EWB) gehört, fleissig gewerkelt, ohne dass eine breitere Öffentlichkeit davon Notiz genommen hätte. Mit Zelten, Fahrzeugen und verschiedenen Bauten gelang den Bewohnerinnen und Bewohnern der Anstadt, womit sich die Stadt darum herum noch schwer tut: Stadtverdichtung.

Frist bis Ende März

Wie aus der am Donnerstag publizierten Antwort des Gemeinderats auf zwei kritische SVP-Vorstösse hervorgeht, haben sich EWB und Besetzerkollektiv inzwischen auf einen Gebrauchsleihvertrag geeinigt. Dieser sei vorerst bis zum 31. März 2019 befristet, schreibt der Gemeinderat.

Im Vertrag bekenne sich der Verein Anstadt zum Verzicht, auf dem Areal feste Bauten zu errichten. EWB wiederum weise darin «ausdrücklich darauf hin, dass seine derzeitige Nutzung des besetzten Areals der baurechtlichen Grundordnung widerspricht und Fahrnisbauten nur bis zu einer Dauer von drei Monaten baubewilligungsfrei sind». EWB lasse den Verein allerdings gewähren, solange nicht die Bewilligungsbehörden den Rückbau der Besetzung verfügten.

Die Gebrauchsleihe sei von Gesetzes wegen unentgeltlich, schreibt der Gemeinderat auf die Frage, was die Besetzer für die Nutzung des Areals bezahlten. Der Verein leiste aber «einen angemessenen Beitrag an die Nebenkosten». Zu reden geben könnten noch drei nicht immatrikulierte Fahrzeuge, die gemäss den Besetzern mit Anhängern auf das Gelände transportiert worden seien. Laut Kantonspolizei Bern müssen diese «innert Monatsfrist in gedeckten Räumen eingestellt oder entsorgt werden», hält der Gemeinderat fest.

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