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Gemeinderat sagt Ja zu Lohnerhöhung

Der Grosse Gemeinderat (GGR) von Zollikofen hat am Mittwoch die vom Gemeinderat vorgelegte Verwaltungsreform gut aufgenommen. Die darin enthaltenen höheren Löhne und Entschädigungen für Behördenmitglieder wurden nach lebhafter Diskussion gebilligt.

Lohnerhöhung für Behördenmitglieder: Der GGR von Zollikofen hat die Verwaltungsreform gut aufgenommen.
Lohnerhöhung für Behördenmitglieder: Der GGR von Zollikofen hat die Verwaltungsreform gut aufgenommen.
Keystone

Das Gemeindeparlament wich beim hauptamtlichen Gemeindepräsidium nicht vom Antrag der Exekutive ab. Die Meinung setzte sich durch, dass die Gesamtbelastung und die Verantwortung des Amtes die Erhöhung rechtfertigten.

Laut Antrag soll der Einstiegslohn von 165'000 auf 176'600 Fr. angehoben werden. Da der jetzige Amtsinhaber Stefan Funk (FDP) bei den Wahlen im Herbst nicht mehr antritt, konnte die Lohnfrage unabhängig von der Person an der Spitze diskutiert werden.

Unterstützung im Volk?

Ein heikler Punkt bei der Debatte war die in der Gemeindeabstimmung von 2006 angenommene Initiative 150'000 Franken sind genug. Vizegemeindepräsident Kurt Jörg (SVP) begründete den höheren Betrag nebst der Teuerung damit, dass er auf den vom Volk bei der Einführung des Vollamtes gutgeheissenen Ansätzen beruhten.

Warnende Stimmen wiesen darauf hin, dass es solche Lohnerhöhungen zurzeit beim Volk schwer hätten. Die Kantonsregierung habe dies eingesehen und eine Kadervorlage, die auch den eigenen Lohn hinaufsetzen wollte, zurückgezogen. Auch die Stadt Bern tue sich schwer mit der beabsichtigten Erhöhung.

Höhere Entschädigung für Gemeinderäte

Dort entscheidet das Volk im Sommer über die entsprechende Vorlage. In Zollikofen kommt der nun getroffene Entscheid nicht vors Volk. Er beinhaltet auch eine höhere Entschädigung für die sechs nebenamtlichen Gemeinderäte, die ein Pensum von durchschnittlich 20 Prozent haben.

Hier stutzte der GGR die Erhöhung auf 10 Prozent, womit die neuen Ansätze bei 23'000 Franken liegen. Die Belastung werde durch die neue Verwaltungsorganisation nicht zunehmen, sondern sinken, lautete die Begründung.

Nach über einem Vierteljahrhundert wagte der GGR es, das eigene Sitzungsgeld heraufzusetzen. Statt 30 Franken für Sitzungen bis zu drei Stunden soll es neu 50 Franken geben. Weitere Revisionspunkte sind die Verringerung der Anzahl Departemente um eines auf sieben und die Reduktion der Kommissionen von 13 auf 9. Die Reform soll auf Anfang 2013 in Kraft treten.

SDA/mas

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