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Gemeinderat will mehr Kaderfrauen in Stadtverwaltung

Der Berner Gemeinderat will bis 2020 jede dritte Kaderposition in der Berner Stadtverwaltung mit einer Frau besetzen. So soll dem Rückgang des Frauenanteils im Kader entgegengewirkt werden.

chh
Geht es nach dem Berner Gemeinderat, soll bis 2020 jede dritte Kaderposition in der Stadtverwaltung durch eine Frau besetzt werden (Symbolbild).
Geht es nach dem Berner Gemeinderat, soll bis 2020 jede dritte Kaderposition in der Stadtverwaltung durch eine Frau besetzt werden (Symbolbild).
Keystone

Der Berner Gemeinderat will bis 2020 jede dritte Kaderposition in der Stadtverwaltung mit einer Frau besetzen. Dies, weil der Frauenanteil im Kader in den letzten Jahren leicht zurückgegangen ist, wie Auswertungen des Gleichstellungscontrollings 2013 bis 2016 gezeigt haben.

Grundsätzlich macht die Stadt Bern bei der Gleichstellung von Frauen und Männern Fortschritte, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte. So sei etwa die nicht erklärbare Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern im gesamtwirtschaftlichen Vergleich tief.

Einzig beim Frauenanteil im Kader fand ein Rückschritt statt: Im Jahr 2013 lag dieser in der gesamten Stadt bei 27,6 Prozent, Ende 2016 noch bei 26,5 Prozent. Grund für die Abnahme ist die Reintegration der Stadtbauten Bern in die Stadtverwaltung.

Stadtbauten Bern wies insbesondere im Kader der Hauswarts- und Reinigungskräfte einen hohen Männeranteil auf und verursachte bei der Direktion für Finanzen, Personal und Informatik (FPI) eine Abnahme des Frauenanteils um rund 10 Prozent. In allen übrigen Direktionen hat der Anteil Kaderfrauen leicht zugenommen.

Pensen nehmen tendenziell ab

Erfreut zeigt sich der Berner Gemeinderat darüber, dass die durchschnittlichen Beschäftigungsgrade von Frauen und Männern in der Stadtverwaltung leicht abgenommen haben.

Wenn mehr Männer Teilzeit arbeiteten, werde dies für Frauen weniger als Karrierebremse wahrgenommen, hiess es bei der Direktion für Finanzen, Personal und Informatik der Stadt Bern auf Anfrage.

Zudem hätten Männer dann mehr Zeit, Haushaltsaufgaben zu übernehmen, was wiederum die Frauen entlaste.

(SDA)

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