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Gesellschaft für bedrohte Völker ist gefährdet

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Gesellschaft für bedrohte Völker soll mehrere Hunderttausend Franken veruntreut haben. Deshalb kämpft die Menschenrechtsorganisation nun selber ums Überleben.

Mit Sparmassnahmen und einer Spendenaktion will Präsidentin Ruth- Gaby Vermot-Mangold die Gesellschaft für bedrohte Völker retten.
Mit Sparmassnahmen und einer Spendenaktion will Präsidentin Ruth- Gaby Vermot-Mangold die Gesellschaft für bedrohte Völker retten.
Susanne Keller

Das Haus am Ostermundiger Schermenweg 154 ist ziemlich unauffällig. In den oberen Stockwerken sind Wohnungen eingerichtet, im Erdgeschoss Büros. Von hier aus spannt eine Organisation Fäden in die ganze Welt, kämpft für indigene Völker und verfolgte Minderheiten, will Stimmlosen eine Stimme geben.

Gesellschaft für bedrohte Völker, kurz GFBV, heisst die Organisation, die unlängst allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang Schlagzeilen machte. Ein ehemaliger Mitarbeiter wird verdächtigt, Geld veruntreut zu haben. Geschäftsleitung und Vorstand reichten Anzeige ein, nachdem sie die unrechtmässigen Transaktionen entdeckt hatten. Das Strafverfahren läuft noch. «Das ist eine ganz bittere Erfahrung», sagt Ruth-Gaby Vermot-Mangold, die ehemalige National- und Europarätin, die als Präsidentin der GFBV amtet. Bei einem Jahresbudget von 1,6 bis 1,8 Millionen Franken sei eine Schadensumme von mutmasslich mehreren Hunderttausend Franken schwer zu verdauen.

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