Grundstein für Berns sitem-insel-Translationszentrum gelegt

Bern

Auf dem Insel-Areal entsteht ein neues Kompetenzzentrum. Am Dienstag wurde der Grundstein gelegt.

Auf dem Insel-Areal haben die Verantwortlichen am Dienstag gemeinsam mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann (2.v.r.) den Grundstein für den künftigen Sitz gelegt.

Auf dem Insel-Areal haben die Verantwortlichen am Dienstag gemeinsam mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann (2.v.r.) den Grundstein für den künftigen Sitz gelegt.

(Bild: Twitter/Insel Gruppe)

Der Aufbau eines nationalen Kompetenzzentrums für translationale Medizin und Unternehmertum in Bern ist wieder einen Schritt weiter: Auf dem Insel-Areal haben die Verantwortlichen am Dienstag gemeinsam mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann den Grundstein für den künftigen Sitz gelegt.

Das Zentrum will den Übergang (Translation) von der medizinischen Forschung zu praktischen Anwendungen fördern und bietet auch einen universitären Lehrgang an. Die Berner Kantonsregierung regte 2014 die Gründung der Zentrumsträgerin sitem-insel AG an, um den Medizinalstandort Bern national und international zu stärken.

Die sitem-insel AG ist seit Anfang dieses Jahres tätig, aber noch in provisorischen Räumen. Ab 2019 soll sie im Gebäude, für das am Dienstag der Grundstein gelegt wurde, ihre Aktivitäten weiterführen. Der Bau mit öffentlicher Parkgarage und Restaurant kostet 90 Millionen Franken, wie die sitem-insel AG am Dienstag bekanntgab.

Die Grundsteinlegungszeremonie bestand darin, dass sitem-insel-Verwaltungsrätin Michèle Etienne eine sogenannte Kocherklemme in einen Zylinder gab, der danach eingegraben wurde. Etienne sagte, das Inselspital habe eine lange Tradition in der translationalen Forschung.

Der Tweet der Insel-Gruppe zur Grundsteinlegung:

Der Schweizer Nobelpreisträger Emil Theodor Kocher habe schon vor hundert Jahren in Bern translational gearbeitet. Zu seiner Ehre gebe sie die Klammer in den Zylinder. In diesem Gefäss wurden auch Pläne und Dokumente zum geschichtlichen Hintergrund der Bauparzelle verstaut. Danach griffen Schneider-Ammann und andere Persönlichkeiten zur Schaufel.

Die Bauparzelle befindet sich - vom Berner Bahnhof aus gesehen - eingangs des Insel-Areals bei der Insel-Kreuzung.

Gut investiertes Geld für Schneider-Ammann

Der Bund hat die sitem-insel AG zur Forschungsinstitution von nationaler Bedeutung erklärt und unterstützt diese Gesellschaft deshalb in der Aufbauphase mit 25 Millionen Franken. Auch der Kanton Bern bezahlt denselben Betrag in den kommenden Jahren. Später soll das Zentrum selbsttragend sein.

Mit Verweis auf diese Beträge sagte Schneider-Ammann in einer Rede bei der Grundsteinlegung, das sei gut investiertes Geld. Die sitem-insel AG sei ein treffendes Beispiel dafür, wie private Unternehmen zusammenarbeiteten und die Nähe zu den Hochschulen suchten. Resultat sei ein Wissens- und Technologietransfer, der in Produkte, Dienstleistungen und Jobs münde.

Aktionäre der nicht gewinnorientierten sitem-insel AG sind der Verein der Chefärztinnen und Chefärzte des Inselspitals, die Inselspital-Stiftung, das in Bern tätige Biotech- und Pharmaunternehmen CSL Behring AG, die Universität Bern und die Berner Fachhochschule.

Auch in anderen Schweizer Städten sind in letzter Zeit solche oder ähnliche Translationszentren aufgebaut worden oder sind noch im Entstehen. Gemeint sind etwa das «Wyss Translational Center» in Zürich und das Krebszentrum Agora in Lausanne. Auch letzteres hat sich die rasche Umsetzung von Forschungsresultaten in die Praxis auf die Fahnen geschrieben.

nik/sda

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