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H&M: Der Umsatz sinkt, das Personal leidet

Berner H&M-Angestellte wehren sich gegen belastende Arbeitsbedingungen. In Gesprächen mit der Gewerkschaft berichten sie von Stress und Hunderten von Überstunden – seit das Unternehmen immer tiefere Umsatzzahlen schreibt.

Überstunden gehören zum Arbeitsalltag bei H & M.
Überstunden gehören zum Arbeitsalltag bei H & M.
Nicole Philipp

«Best Companies to Work for 2017» steht auf dem Aufkleber, der die Schaufensterscheiben der H&M-Filialen schmückt. Zu Deutsch: «die besten Arbeitgeber 2017». Das Verkaufspersonal kann den Aufkleber nicht mehr sehen. «Am liebsten würde ich das Ding wegkratzen», sagt eine Verkäuferin.

Schauplatz ist ein Sitzungszimmer der Gewerkschaft Unia. In dem wuchtigen Sandsteinbau an der Monbijoustrasse treffen sich seit Mai dieses Jahres einmal pro Monat bis zu zwölf H&M-Angestellte mit Vertreterinnen und Vertretern der Unia. Sie alle sind im Verkauf des Bekleidungsriesen tätig oder waren es bis vor kurzem. Sie alle sind sich einig, dass es so nicht weitergehen kann. Und sie alle wollen anonym bleiben – würden sie sich öffentlich gegen ihren Arbeitgeber wehren, so sagen sie, müssten sie um ihre Stelle fürchten.

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