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Mister Spez-Sek tritt in Köniz an

Er ist bekannt als vehementer Kämpfer für die speziellen Sekklassen am Gym­nasium Lerbermatt. Nun will er mehr: Hans-Peter Kohler möchte für die FDP das Könizer Gemeindepräsidium erobern.

Die SP Köniz nominierte am 19. Januar 2017 Annemarie Berlinger-Staub fürs Gemeindepräsidium.
Die SP Köniz nominierte am 19. Januar 2017 Annemarie Berlinger-Staub fürs Gemeindepräsidium.
zvg
Christian Burren wurde am Freitag (18.11.2016) von der SVP nominiert.
Christian Burren wurde am Freitag (18.11.2016) von der SVP nominiert.
Christian Pfander
Ein Jahr vor den Wahlen liess Thomas Brönnimann am Freitag (16.9.2016)  als Erster die Katze aus dem Sack: Der GLP-Gemeinderat möchte neuer Könizer Gemeindepräsident werden. Am 19.1.2017 nominierte ihn seine Partei.
Ein Jahr vor den Wahlen liess Thomas Brönnimann am Freitag (16.9.2016) als Erster die Katze aus dem Sack: Der GLP-Gemeinderat möchte neuer Könizer Gemeindepräsident werden. Am 19.1.2017 nominierte ihn seine Partei.
Andreas Blatter
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Die Grünliberalen haben mit Gemeinderat Thomas Brönnimann ihren Mann bereits präsentiert, die Grünen mit Parlamentarier Hansueli Pestalozzi ebenso. Nun steigen auch die Freisinnigen offiziell ins Rennen um das Könizer Gemeindepräsidium: Mit Hans-Peter Kohler nimmt der dritte Kandidat auf dem Karussell für die Wahlen von Ende September nächsten Jahres Platz.

Die Parteiversammlung hat den 56-Jährigen ohne Wenn und Aber nominiert – und betont nun gleichzeitig seine langjährige politische Arbeit. Sie begann vor elf Jahren mit der Wahl ins Könizer Parlament, wo Kohler noch heute tätig ist. Im Frühling 2014 schaffte er den Sprung in den Grossen Rat, und besonders daraus will die Partei nun Kapital schlagen. Sie tut dies mit Blick darauf, dass vier der fünf amtierenden Gemeinderäte wegen Amtszeitbeschränkung für die kommende Legislatur gar nicht mehr antreten dürfen: In diesem Va­kuum sei es wichtig, auf Politiker mit kommunaler wie kantonaler Erfahrung setzen zu können, schreibt die Partei.

Aus seinen Ambitionen hatte Kohler schon Anfang Jahr keinen Hehl gemacht. Ihm mache die politische Arbeit von Woche zu Woche mehr Spass, begründet er seine Kandidatur auch jetzt wieder. Mit den vielfältigen Erfahrungen als Arzt, Klinikleiter und Chef des Tiefenauspitals verfüge er auch aus seinem Berufsalltag über die notwendige Führungserfahrung für dieses Amt.

Im Könizer Parlament hat sich Kohler als Mister Spez-Sek einen Namen gemacht, der gegen alle Widerstände die gymnasiale Vorbereitung am Gymer Lerbermatt verteidigt. Die Bildungspolitik, speziell die Förderung der leistungsstarken Kinder, liege ihm sehr am Herzen, führt er aus. Der angepeilte Seitenwechsel würde daran nichts ändern. Auch wenn das Präsidium fix mit der Finanzdirektion verknüpft ist und dort im Moment alle vom Sparen reden: Dass in die Schulen investiert werden müsse, sei für ihn so oder so unbestritten.

Chancen intakt

Kohler kandidiert nicht nur für das Prä­sidium, sondern auch für eines der vier weiteren vollberuflichen ­Gemeinderatsmandate. Damit stehen die Chancen gut, dass er den Schritt hin zum Profipolitiker schafft. Dann allerdings müsste die Inselgruppe als seine heutige Ar­beit­geberin den Verlust eines weiteren Kadermitglieds verkraften. Einen Unterschied zu früheren Abgängen gebe es allerdings, betont Kohler: «Ich bin kein verärgerter Chefarzt, der einfach zur Konkurrenz abwandert.»

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