Zum Hauptinhalt springen

Hausdurchsuchung nach Bombenalarm in Bern

Die Polizei führte bei dem Schüler, der mit seiner Kunstfigur einen Bombenalarm am Bahnhof Bern ausgelöst hatte, eine Wohnungsdurchsuchung durch. Dies passierte aber erst eine Woche nach dem Vorfall.

Am Freitag (4.12.2015) berichtet «Der Bund», dass es sich beim verdächtigen Gegenstand um ein kleine Figur aus Draht handelte. Ein Kunstschüler hatte sie als Kunst im öffentlichen Raum bei der Neuengasspassage in Bern abgestellt.
Am Freitag (4.12.2015) berichtet «Der Bund», dass es sich beim verdächtigen Gegenstand um ein kleine Figur aus Draht handelte. Ein Kunstschüler hatte sie als Kunst im öffentlichen Raum bei der Neuengasspassage in Bern abgestellt.
Screenshot/www.bund.ch
Der verdächtige Gegenstand am Mittwochabend (25.11.2015) gegen 20 Uhr konnte gesprengt werden. Anschliessend wurden die Strassen wieder freigegeben.
Der verdächtige Gegenstand am Mittwochabend (25.11.2015) gegen 20 Uhr konnte gesprengt werden. Anschliessend wurden die Strassen wieder freigegeben.
Keystone
Ein Blick von oben in Richtung in die Neuengasse.
Ein Blick von oben in Richtung in die Neuengasse.
Markus Ehinger
1 / 13

Mehr als eine Woche nachdem eine Kunstfigur am Bahnhof Bern einen Bombenalarm ausgelöst hatte, führte die Kantonspolizei Bern offenbar eine Hausdurchsuchung beim Gestalter der Figur durch. Dies berichtet der «Bund»in einem Artikel vom Donnerstag.

Die Polizisten hätten die Räume in der Wohnung durchsucht und Computer und Handy beschlagnahmt. Ausserdem wurden die Eltern des Schülers verhört.

Weshalb die Durchsuchung erst eine Woche nach dem Vorfall angeordnet wurde, ist nicht klar. Christof Scheurer, Informationsbeauftragter der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, bestätigt aber gegenüber dem «Bund», dass eine solche Massnahme durchaus normal sei. Das Geständnis einer beschuldigten Person halte die Strafverfolgungsbehörden nicht davon ab, gründlich und umfassend zu ermitteln.

Der Schüler hatte sich nach dem Einsatz der Kantonspolizei Bern bei dieser gemeldet, weil er ein schlechtes Gewissen hatte. Daraufhin vermeldete die Polizei, dem Schüler drohe keine Busse, weil keine «strafrechtlich relevante Tatbestände» vorliegen würden. Vor diesem Hintergrund wirft die spätere Hausdurchsuchung Fragen auf.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch