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Hier wird ein Mandarinli zu Schrott

Ein legendärer Pendelzug wird in seine Teile zerlegt: Das Recyclingwerk Thommen bricht die Mandarinli des RBS ab – und damit Fahrzeuge, die vor vierzig Jahren zu den Wegbereitern der modernen S-Bahn gehörte.

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Stephan Künzi

Mit grosser Wucht knallt der mächtige Greifarm auf den leeren Pendelzug. Die Frontscheibe zersplittert laut knisternd in tausend Stücke, die Wände werden nach innen gedrückt, die Türen aus den Angeln gehoben.

Der Scherenbagger leistet ganze Arbeit. Wieder und wieder packt er zu, rückt mal nur den Wagen zurecht, setzt dann unter unablässigem Scheppern und Quietschen sein Werk fort. Die Kupplung unter dem Führerstand bewegt sich hin und her.

Dem orangen Pendelzug hat die letzte Stunde geschlagen – nicht irgendeinem Pendelzug, sondern einem, der Geschichte geschrieben hat: Hier, auf dem Schrottplatz des Recyclingwerks Thommen in Kaiseraugst, wird ein Mandarinli des Regionalverkehrs Bern–Solothurn (RBS)zerlegt.

Berner Zeitung

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