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Hundehasser zu Geldstrafe verurteilt

Eine Frau verklagte einen Mann, der ein Hundeabwehrgranulat gestreut hatte. Verurteilt wurde er wegen Vergehens gegen den Umwelt- und Gewässerschutz.

Laura Fehlmann
Das Gericht bittet einen Mann zur Kasse – er hatte Hundegranulat gestreut.
Das Gericht bittet einen Mann zur Kasse – er hatte Hundegranulat gestreut.
getty images

Ein Mann aus Muntelier fühlte sich gestört, weil sich oft Spaziergänger mit ihren Hunden auf dem öffentlichen Badeplatz am Murtensee tummelten – exakt vor seinem Grundstück. Er brachte eine Verbotstafel an und streute ein Hundeabwehrgranulat. Wenig später verklagte ihn deshalb eine Hundebesitzerin wegen Tierquälerei.

Ihr Vierbeiner hatte sich mehrfach übergeben, und in seinem Kot hatte die Frau von dem grünen Granulat gefunden.Der Angeschuldigte seinerseits stellte gegen die Frau einen Strafantrag wegen Verleumdung, nachdem ihn die Polizei von ihrer Klage wegen Tierquälerei informiert hatte.

«Keine Tierquälerei»

Monate später wurde das Verfahren gegen den Mann eingestellt. Dieser hatte zwar zugegeben, das Hundeabwehrgranulat gestreut zu haben. Er verwahrte sich aber dagegen, dass es sich um Gift handle, und erhielt recht. Tierquälerei sei das Streuen des Granulats nicht, befand das Gericht. Dies, weil sich zwischen dem Erbrechen des Hundes und den Körnern kein direkter Zusammenhang ergebe.

Mit Strafbefehl als schuldig befand die Freiburger Staatsanwaltschaft den Seeanstösser aber trotzdem: und zwar, weil er das Granulat in Seenähe verteilt hatte. Das sei eine Zuwiderhandlung gegen das Bundesgesetz über den Umweltschutz und den Schutz der Gewässer. Laut Hersteller schadet die Substanz Wasserorganismen. Abgewiesen wurde die Strafklage wegen Verleumdung, die der Mann gegen die Hundehalterin erhoben hatte.

Hundehasser gibt nicht auf

Mit der Verfügung der Staats­anwaltschaft gab sich der Mann nicht zufrieden. Er erhob Beschwerde und verlangte ein Strafverfahren wegen Verleumdung, falscher Anschuldigung und Irreführung der Rechtspflege. Darauf trat die Staatsanwaltschaft nicht ein. Sie verurteilte den Mann mittels Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tages­sätzen mit einer Probezeit von zwei Jahren und einer Busse von 400 Franken.

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