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«Ich habe die Orchestermusiker in den Proben fix und fertig gemacht»

Abschied von einem Unbequemen: Diesen Sonntag dirigiert der geschasste Srboljub Dinić nach zwölf Jahren zum letzten Mal als Chefdirigent im Berner Stadttheater. Im Interview spricht der gebürtige Serbe nochmals Klartext.

«Hier in Bern wurde mir manchmal vorgeworfen, ich würde zu laut und zu grob spielen lassen. Das ist absurd»: Srboljub Dini?, abtretender Stadttheater-Chefdirigent, in seinem «Musikzimmer» zu Hause in Muri.
«Hier in Bern wurde mir manchmal vorgeworfen, ich würde zu laut und zu grob spielen lassen. Das ist absurd»: Srboljub Dini?, abtretender Stadttheater-Chefdirigent, in seinem «Musikzimmer» zu Hause in Muri.
Stefan Anderegg

Herr Dinić, zum Abschied dirigieren Sie Verdis «Macbeth». Ist ein wütendes Dirigat zu erwarten?Srboljub Dinić: (lacht) Nein, absolut nicht. Ich gehe ohne Groll. Ich habe meinen Frieden geschlossen mit Konzert Theater Bern.

Ach ja? Als im Februar Ihr Rauswurf kommuniziert wurde, klang es noch anders. Sie zeigten sich enttäuscht und sagten: «Dieser Entscheid ist für mich unverständlich.» Natürlich kann ich darüber nicht glücklich sein, oder? Aber ich habe akzeptiert, dass ich nicht mehr erwünscht bin. Das ist bei einem Wechsel der künstlerischen Leitung durchaus üblich. Enttäuscht hat mich die Art und Weise.

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