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«Ich liebe Glückspielautomaten»

Schauspielerin Heidi Maria Glössner (69) enthüllt, dass sie noch nie nackt aufgetreten ist und dass sie Casino-Atmosphäre liebt.

Heidi Maria Glössner: «Ich kleide mich so, dass es mir wohl ist.»
Heidi Maria Glössner: «Ich kleide mich so, dass es mir wohl ist.»
Iris Andermatt

Frau Glössner, eben hat Ihnen ein BEA-Besucher zum «Herbstzeitlosen»-Film gratuliert. Der Kino-Hit ist sieben Jahre alt. Haben Sie nicht bald die Nase voll?Heidi Maria Glössner: Nein, überhaupt nicht. Wir haben die Bühnenversion, den «Altweiberfrühling», zwei Saisons lang am Berner Stadttheater und im vergangenen Herbst mit viel Erfolg in Zürich gespielt. Dass mich immer wieder nicht bloss ältere, sondern auch viele junge Menschen darauf ansprechen, rührt mich sehr.

Unter anderem dieser Popularität verdanken Sie, dass die Berner Zeitung Sie mit Rang 30 unter die 100 wichtigsten Berner Persönlichkeiten eingereiht hat. Das hat mich sehr überrascht. Ich bin doch nicht wichtig.

Noch mehr Blumen: Letztes Jahr hat Ihnen das Schweizer TV-Magazin Glanz und Gloria den Promi-Preis «Glory» in der Kategorie Style verliehen. Ich freue mich, begreife es aber nicht ganz. Ich mache nichts anderes als mich den Anlässen entsprechend zu kleiden – sehen Sie, hier an der BEA trage ich Jeans.

Aber immer als Dame. Oder sogar als Grande Dame? Nein, um Himmels Willen. Ich bin keine Diva und will privat mich selber sein. Klar, auf der Bühne oder beim Drehen mache ich, was die Regie verlangt.

Immer? Das Berner Stadttheater zeigt ab 26. Mai das Händel-Werk «Der Triumph der Zeit und der Enttäuschung». Regisseur Calixto Bieito bringt gerne blutte Menschen auf die Bühne. Das schau ich mir an, ich selbst bin aber nie nackt aufgetreten. Die Zeiten sind glücklicherweise vorbei, als viele Regisseure dies forderten. Ich finde, dass dies, wenn überhaupt, nur selten wirklich nötig ist.

Ich erlaube mir trotzdem zu enthüllen, dass Sie eine passionierte Casino-Besucherin sind. Naja – hin und wieder. Ich liebe Glückspielautomaten. Mir gefällt die Ambiance, die Spannung und ich freue mich, wenn es denn mal bling macht. Ich weiss allerdings, wann ich aufhören muss.

Noch lange nicht ans Aufhören denken Sie als Schauspielerin. Ihre Pläne? Ich spreche Shakespeare-Texte des «Sommernachtstraums» zur Schauspielmusik von Mendelssohn Bartholdy. Das Symphonische Orchester Zürich konzertiert damit am 1. Juni in der Tonhalle und am 7. Juni im Jehudi Menuhin Forum in Bern. In der nächsten Saison spiele ich am Berner Stadttheater das Fräulein Schneider im Musical «Cabaret». Premiere ist am 13. Oktober.

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