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In Australien baden Frauen in «Aare»-Mode

Die 26-jährige Australierin Lucy Byrnes hat Down Under eine eigene Bademode mit dem Namen Aare ins Leben gerufen. Wie kommt sie auf den Namen?

Michael Bucher
Australische Bademode mit Bern-Bezug: Seit letztem Sommer bietet ein australisches Kleinunternehmen Badeanzüge der Marke «Aare» an.
Australische Bademode mit Bern-Bezug: Seit letztem Sommer bietet ein australisches Kleinunternehmen Badeanzüge der Marke «Aare» an.
www.aareswim.com
«Aare Swimwear» gibts ausschliesslich für Frauen – und zwar für «echte Frauen» mit «echten Körpern», wie es auf der Homepage www.aareswim.com heisst.
«Aare Swimwear» gibts ausschliesslich für Frauen – und zwar für «echte Frauen» mit «echten Körpern», wie es auf der Homepage www.aareswim.com heisst.
www.aareswim.com
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Junge Frauen posieren in schlichten unifarbenen Badekleidern oder Bikinis an der Westküste Australiens – am Strand, unter der Dusche oder auf dem Surfbrett. Die stilvollen Fotos finden sich auf der Homepage eines australischen Kleinunternehmens, um dort die eigene Bademode zu bewerben. Der Name der Modelinie lässt Bernerinnen und Berner aufhorchen, denn sie nennt sich Aare. Zufall oder bewusste Hommage an das Berner Gewässer?

Definitiv letzteres, wie die Verantwortliche hinter der Modemarke verrät. Lucy Byrnes ist 26 Jahre alt und lebt in Fremantle, Westaustralien. Seit einem Jahr betreibt sie zusammen mit ihrem Partner einen Online-Handel mit einer eigenen Bademode. Bei der Namenssuche für das Label stöberte Lucy Byrnes in ihrer Kindheitserinnerung. Diese beinhaltete einen 10-jährigen Aufenthalt in der Schweiz – genauer in Zürich. Weil ihre australische Mutter einen Schweizer heiratete, zogen die beiden nach Zürich, wo Lucy Byrnes ihre Kindheit verbrachte. Als sie 16 Jahre alt war, gings wieder zurück nach Australien.

Für «echte Frauen» mit «echten Körpern»

Wieso dann trotzdem der Name Aare, wenn sie doch in Zürich gewohnt hat? «Ich war als Kind oft in Bern», erzählt Lucy Byrnes, die auch heute noch etwas deutsch spricht. Sie habe die «einzigartige Schönheit» Berns immer gemocht, insbesondere den sich elegant durch die Stadt schlängelnden Fluss. Ein Bad in der Aare habe sie zwar nie genommen, aber das will die 26-jährige Modedesignerin irgendwann noch nachholen, wie sie betont. «Ich besuche die Schweiz alle paar Jahre, das Land liegt mir immer noch sehr am Herzen», sagt sie.

Bislang sei noch keine Bestellung aus der Schweiz eingegangen, so die junge Unternehmerin. Für Interessierte sei gesagt: «Aare Swimwear» gibts ausschliesslich für Frauen – und zwar für «echte Frauen» mit «echten Körpern», wie Lucy Byrnes sagt. Damit meint sie eine Bademode jenseits der idealisierten Frauenkörper, wie man sie ansonsten aus der glamourösen Modewelt kennt. Auch zelebriert die Aare-Mode eine glatte Schlichtheit ohne Extravaganzen.

Bären und Rösti

Das passt doch eigentlich ganz gut zur Berner Bodenständigkeit, die jetzt auch indirekt als Bademode am anderen Ende der Welt zu Ehren kommt. Und woran erinnert sich die Schöpferin der Aare-Bikinis eigentlich noch, wenn sie an die Bundeshauptstadt zurückdenkt? «Ich erinnere mich an die Bären», sagt Lucy Byrnes, «und an ein tolles Restaurant gleich neben dem Bärengraben, wo ich die beste Rösti meines Lebens hatte». Jetzt wissen wir auch, wo die die Australierin wohl sass, als sie von der Aare zu schwärmen begann.

www.aareswim.com

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