Zum Hauptinhalt springen

In neuer Rolle auf der Überholspur

Floorball Köniz steht dank des 6:3-Erfolgs über GC weiterhin an der Tabellenspitze und stellt mit Emanuel Antener den treffsichersten Spieler der Liga. Das Talent aus Gasel überzeugt – auch nach dem Abgang David Blombergs.

Es war eine beeindruckende Sturmformation, welche Floorball Köniz in der vergangenen Saison gestellt hatte: Emanuel Antener, David Blomberg, Daniel Calebsson. Als «ABC-Sturm» etikettiert, erwies sich die erste Linie der Vorstädter als Erfolgs- und vor allem Torgarant. Nach der Rückkehr des schwedischen Topskorers Blomberg in dessen Heimat prophezeiten viele Exponenten der Könizer Offensive generell, und dem jungen Flügel Antener speziell, eine tiefere Erfolgsquote. Die Thematik um den Abgang Blombergs sowie dessen Nicht-Kompensation wurde vor Saisonbeginn oft bemüht, Antener indes interessierte das wenig. «Ich habe mich gar nie gefragt, ob, sondern bloss wie ich ohne Blomberg treffen kann.»Neue RollenverteilungJetzt, bei Halbzeit der Qualifikation, ist ersichtlich, dass der 21-jährige Flügelstürmer die Frage nach dem «wie» optimal beantworten kann: Floorball Köniz liegt an der Tabellenspitze, und Antener figuriert als treffsicherster Stürmer der Liga. Im Vergleich zur Vorsaison konnte Antener seine Werte gar um sechs Skorerpunkte erhöhen. Dies, obwohl ihm neben Center Daniel Calebsson nicht mehr ein ehemaliger Topskorer der höchsten schwedischen Division zur Seite steht, sondern mit Dario Wälti ein (bisher überzeugender) Mobiliar-League-Debütant aus dem Könizer Nachwuchs. «Meine Spielart habe ich geändert, der Output jedoch ist derselbe», sagt Antener lapidar. Im Vergleich zur Vorsaison nimmt der Gasler deutlich mehr Einfluss auf die Spielgestaltung und zeigt neben der gewohnten Souplesse im Abschluss auch Qualitäten als Passgeber. «Die Rollenverteilung hat geändert, ich muss mehr Verantwortung übernehmen und kann mein Spiel weiter entwickeln. Das ist für mich ein optimaler Prozess», sagt Antener. Die Mühelosigkeit, mit welcher der 21-Jährige den neuen Part spielt, erstaunt angesichts der spielerischen Vorzüge nicht. «Antener verfügt über eine Spitzenkompetenz im Abschluss und kann das Spiel schnell auslösen. Er ist ein intelligent und smart agierender Spieler, der über jene technischen Fähigkeiten verfügt, die er für sein Spiel braucht», rühmt Köniz-Trainer René Berliat.Ungewisse ZukunftNicht nur Trainer Berliat weiss um die Qualitäten des talentierten Flügels, der bei Köniz im November 2006 erstmals in der Startformation gestanden hatte und mittlerweile als feste Grösse im Verein sowie als Fixstarter im Schweizer Nationalteam gilt. Bereits zum heutigen Zeitpunkt zählt der Flügel, dessen Vertrag bei den Vorstädtern nach dieser Saison ausläuft, zu den Blue Chips auf dem Transfermarkt. Der Könizer Sportchef Patric Vifian wird noch vor Weihnachten mit Antener weitere Gespräche führen, weiss aber um die Schwierigkeit des Unterfangens, den begehrten Studenten in Köniz zu halten. Neben kompetitiven Interessenten aus der Schweiz (unter anderen die Langnauer Tigers) sind auch Vereine aus Skandinavien am Nationalspieler interessiert. Antener, der im Sommer den Bachelor in Geschichte und Philosophie abschliessen will, lässt sich alle Optionen offen und sagt: «Das Gesamtpaket muss stimmen.» Vorerst möchte er zu einem guten Abschneiden der Nationalmannschaft an der WM in Ostrava und Prag beitragen – es werden seine ersten Titelkämpfe auf Aktivstufe sein, eine weitere Etappe auf Anteners Weg des schnellen Aufstiegs: Mit 17 Jahren schloss er die Matura ab, mit 18 folgte der Eintritt ins universitäre Leben, ein Jahr später hatte er bereits die militärische Ausbildung zum Unteroffizier absolviert. Der 21-Jährige befindet sich auf der Überholspur – auch in sportlicher Hinsicht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch