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Inselspital und Visana legen Tarif-Streit bei

Das Inselspital und die Krankenkasse Visana haben ihren jahrelangen ­Tarifstreit beigelegt. Mit Tarifsuisse hingegen gab es keine Einigung.

Das Inselspital einigt sich mit dem Krankenversicherer Visana.
Das Inselspital einigt sich mit dem Krankenversicherer Visana.
Andreas Blatter

Seit über fünf Jahren ist zwischen dem Inselspital und den Krankenkassen ein Tarifstreit im Gang. Nachdem letzte Woche mit der Einkaufsgemeinschaft HSK ein letzter Versuch für eine einvernehmliche Lösung gescheitert ist, gab es diese Woche gute und schlechte Neuigkeiten für das Berner Unispital: Die Visana hat sich mit mit der Insel geeinigt und die Basistarife für die Jahre 2012 bis 2018 definitiv festgelegt, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Die Gespräche mit der zweiten grossen Einkaufsgemeinschaft Tarifsuisse hingegen seien ebenfalls gescheitert. Das schreibt die Insel-Kommunikation auf Nachfrage.

Bisher rechnete das Inselspital stationäre Leistungen mit einem provisorischen Tarif von aktuell 11'000 Franken ab. Dies, weil alle Verhandlungen mit den Krankenkassen seit 2012 frühzeitig abgebrochen wurden. Im März nahm SVP-Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg einen letzten Anlauf und brachte die verschiedenen Parteien an einen gemeinsamen Tisch.

Die Vereinbarung mit der Visana beinhaltet, dass die Tarife für die Jahre 2012 bis 2016 nicht verändert werden. Für die Insel ist dies ein Erfolg. Würden die Basispreise rückwirkend gesenkt, müsste das Spital Geld für zu ­teuer verrechnete Leistungen zurückerstatten. Für die Jahre 2017 und 2018 hingegen haben sich Insel und Visana mit 10'900 und 10'800 Franken auf tiefere Tarife geeignet. Diese sinkenden Basispreise würden das Inselspital zwingen, seine Prozesse noch effizienter zu gestalten, heisst es.

Da aber die Verhandlungen mit HSK und Tarifsuisse gescheitert sind, muss Gesundheitsdirektor Schnegg für die beteiligten über 45 Krankenkassen trotzdem einen definitiven Basistarif festsetzen. Dagegen können die Versicherer oder die Insel Beschwerde vor Gericht führen. Das würde einen definitiven Tarif um Jahre verzögern.

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