Ja zu Fusionsgesprächen

Am Wochenende wurde ein wichtiger Schritt Richtung fusionierter Kirchgemeinde Bern getätigt: Alle zwölf reformierten Kirchgemeinden stimmten Fusionsgesprächen zu.

Alle reformierten Kirchgemeinden der Stadt Bern wollen sich Fusionsgespräche für eine Gesamtkirchgemeinde führen.

Alle reformierten Kirchgemeinden der Stadt Bern wollen sich Fusionsgespräche für eine Gesamtkirchgemeinde führen.

(Bild: Keystone)

Sheila Matti

Es war eine zukunftsweisende Versammlung, während deren sich Wolfgang Lienemann, Präsident des Kirchgemeinderats Petrus, gestern an die über 120 Gemeindemitglieder wandte: «Es geht heute noch nicht darum, Ja oder Nein zu einer Fusion zu sagen, sondern vorerst nur darum, ob wir an den Fusionsgesprächen teilnehmen wollen.»

Aus zwölf mach eins – so der Fusionsplan der Gesamtkirch­gemeinde Bern. Die zwölf aktuell eigenständigen reformierten Kirchgemeinden der Stadt sollen zusammengeschlossen werden, um Kosten zu sparen und Kompetenzen zu vereinigen. Ein erster Plan für diese Fusion liegt seit März vor.

Am vergangenen Wochenende ging es nun darum, ob die einzelnen Kirchgemeinden an den Fusionsgesprächen teilnehmen und die Pläne gemeinsam konkretisieren wollen. Deshalb hielt jede Kirchgemeinde eine Versammlung ab.

Es handelt sich um ein emotionales Thema: Ein Mitglied der Petruskirche stellte etwa den Grundgedanken der Fusion infrage. Wolle man wirklich einen Manager an der Spitze, der keine Ahnung von der Gemeindearbeit vor Ort hat? Und wer garantiert, dass die eigenen Wünsche bei den Fusionsgesprächen auch berücksichtigt werden?

Schliesslich überwog die Zuversicht: Mit deutlicher Mehrheit wurde die Abstimmungsvorlage angenommen, und Petrus lässt sich auf die Fusionsgespräche ein. Gleich erging es den anderen Kirchgemeinden der Stadt: Alle nehmen mit einem deut­lichen Ja an den Fusionsgesprächen teil. Diese laufen bis voraussichtlich 2019 – dann erst soll die definitive Fusion zur Abstimmung stehen.

Berner Zeitung

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