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15-Jährige bei Enkeltrick-Versuch geschnappt

Der Polizei ging eine 15-Jährige ins Netz, welche einem Mann Geld abknöpfen wollte. Sie war die Mittelsfrau in einem Enkeltrick-Versuch.

Als ihn ein «Verwandter» anrief und 80'000 Franken wollte, wurde ein Mann aus der Regoin Bern stutzig.
Als ihn ein «Verwandter» anrief und 80'000 Franken wollte, wurde ein Mann aus der Regoin Bern stutzig.
Keystone

Die Masche ist bekannt: Jemand ruft an, gibt sich als Verwandter aus und spielt eine finanzielle Notlage vor. So verlief auch der Fall, den die Kantonspolizei Bern am Freitag kommunizierte.

Ein italienischsprechender Anrufer meldete sich bei einem Mann aus der Region Bern und gab vor, wegen eines Unfalls in Geldnot zu stecken. Schlappe 80'000 Franken wollte er von seinem vermeintlichen «Nonno». Doch dieser wurde stutzig.

Dem Anrufer versprach er, das Geld zu besorgen, meldete sich stattdessen aber bei der Polizei. Diese fingierte eine Geldübergabe. Am vereinbarten Ort erschien der Anrufer aber nicht persönlich, sondern eine 15-jährige Polin, welche sogleich festgenommen wurde. Sie befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Weitere Ermittlungen, insbesondere mit dem Ziel, den Anrufer ausfindig zu machen, sind im Gang. Die Festnahme geschah bereits am 15. November.

Vorsicht bei «Verwandten»

In diesem Zusammen mahnt die Kantonspolizei Bern zur Vorsicht und gibt folgende Verhaltenstipps:

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die sich am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellen wollen, aber angeblich Verwandte oder Bekannte sind.
  • Oftmals stellen die Anrufer oder Anruferinnen Fragen wie «Rate mal, wer ich bin?» oder «Kennst du mich noch?».
  • Geben Sie keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen bekannt.
  • Nehmen Sie bei Anrufen mit Forderungen nach Geld oder Schmuck Rücksprache mit Familienangehörigen oder Vertrauenspersonen.
  • Rufen Sie den Verwandten oder Bekannten, welcher der Anrufer oder die Anruferin vorgibt zu sein, selbst an und erkundigen Sie sich nach der gestellten Forderung.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Schmuck an unbekannte Personen.
  • Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei über die Notrufnummern 117 oder 112.

pkb/nik

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