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Kanton Bern wird aktiv

Der Kanton Bern hat im Zusammenhang mit dem Stellenabbau bei Meyer Burger eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Zudem hat der Solarzulieferer eine Tochterfirma verkauft.

Aufgrund der grossen Zahl betroffener Personen beim Stellenabbau hat Christoph Ammann (SP) eine Arbeitsgruppe eingesetzt.
Aufgrund der grossen Zahl betroffener Personen beim Stellenabbau hat Christoph Ammann (SP) eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

Der Berner Volkswirtschafts­direktor Christoph Ammann (SP) hat im Zusammenhang mit dem geplanten Abbau von bis zu 180 Stellen beim Thuner Solarzulieferer Meyer Burger eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Dies angesichts der «Bedeutung des Unternehmens und der voraussichtlich grossen Zahl betroffener Personen», wie der Kanton mitteilt.

Adrian Studer, Chef des kantonalen Wirtschaftsamts Beco, ist der Leiter der Gruppe. Weiter ­gehören ihr Vertreter von Meyer Burger, der Mitarbeiter, der ­Sozialpartner (Unia, Angestellte Schweiz, Wirtschaft Thun Berner Oberland), der Stadt Thun sowie der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV), der Arbeits­losenkasse und der Standort­förderung an. Die erste ­Sitzung fand am vergangenen Freitag statt. Dabei ging es um die Vermittlung von Lehrlingen ­sowie um die Weiternutzung der frei werdenden Produktions­flächen. Zudem haben die Teilnehmer Massnahmen besprochen, wie die RAV die von Arbeitslosigkeit bedrohten ­Mitarbeiter unterstützen können. Die Konsultationsfrist läuft noch bis zum 28. November.

Hoher Goodwill-Abschreiber

Ebenfalls gestern gab Meyer ­Burger einen weiteren Verkauf eines Firmenteils bekannt. Das Unternehmen hat seine US-Tochter­firma Diamond ­Materials Tech an die Thermocompact Group verkauft. Diese zahlt für die Herstellerin von Diamantdraht noch 6 Millionen Franken und übernimmt die 25 Mitar­beiter.

Der Verkauf wird die Jahresrechnung 2017 finanztechnisch belasten: Meyer Burger muss ­wegen des Verkaufs einen Goodwill von 22,5 Millionen Franken abschreiben. Beim Goodwill handelt es sich um die Übernahme­prämie, die bei einem Firmenkauf bezahlt wird. Der erwartete Verlust von Meyer Burger im ­Geschäftsjahr 2017 wird entsprechend grösser ausfallen. Die Anleger reagierten indes gelassen. Die Aktie verlor gestern rund 2,5 Prozent an Wert und schloss bei 1,56 Franken

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