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Kaum Publikum in der Mühle Hunziken

Von den Problemen zwischen «Mühli-Pesche» und seinen Nachfolgern war am ersten Konzert im neuen Jahr nichts zu bemerken.

So voll wie beim Konzert von Span war die Mühle Hunziken am Freitagabend nicht (Bild: Archiv BZ).
So voll wie beim Konzert von Span war die Mühle Hunziken am Freitagabend nicht (Bild: Archiv BZ).
Christian Pfander

Ein Feuer brennt an diesem kalten Freitagabend vor der Mühle Hunziken in Rubigen. Es ist das erste Konzert, seitdem der Streit zwischen dem langjährigen Mühle-Chef Peter Burkhart und seinen Nachfolgern, Sohn Thomas und Musiker Philipp Fankhauser, publik geworden ist. Also, rein in die Mühle. Drinnen brennen die Kerzen am Baum.

Als der blinde Trompeter Woody Shaw einst das Lokal betreten hat, soll er gesagt haben: «Wow – many vibrations.» Als Normalfühlender stellt man jetzt vor allem eines fest: Oje – wenig Publikum. Vielleicht 50 Personen wollen den Elektropop von Electric Blanket und Evelinn Trouble hören. Es ist, für Mühle-Verhältnisse, ein junges Publikum.

«Peace»

Der Chef ist natürlich nicht da. Philipp Fankhauser hat an diesem Abend selbst einen Auftritt. Eine Woche früher wäre das noch kein Grund für seine Abwesenheit gewesen – das Konzert auf der Wäckerschwend wurde wegen schleppenden Vorverkaufs abgesagt. Aber wie man weiss, soll Fankhauser ohnehin nicht Türsteher in der Mühle sein, sondern Türöffner zu vielen guten Musikern.

Thomas Burkhart ist dafür hier, er ist ja der neue Gastgeber und Ansager in der Mühle Hunziken. Kurz nach 21 Uhr heisst er das Publikum willkommen, wünscht kurz und knapp viel Vergnügen. Nach 20 Sekunden ist er von der Bühne verschwunden. Kein Wort zu den Problemen – soweit vernehmbar, gehört der Streit auch im weiteren Verlauf des Abends nicht zu den bevorzugten Gesprächsthemen.

Oder doch? «Peace», sagt Evelinn Trouble ganz zum Schluss ihres Konzerts. Worauf sie diese Botschaft bezieht, ist allerdings nicht ganz klar. Auf die Mühle? Man müsste Woody Shaw fragen, wenn er nicht schon längst gestorben wäre.

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