Kein 1.-August-Feuerwerk auf dem Gurten

Bern/Köniz

Der Trockenheit fällt das 1.-August-Feuerwerk auf dem Gurten zum Opfer, und auch das Feuer in Bern-West ist gefährdet. Migros Aare und Coop haben den Verkauf von Feuerwerk eingeschränkt oder ganz eingestellt.

Dieses Jahr sollen am Nationalfeiertag keine Raketen den Nachthimmel über Bern erhellen.

Dieses Jahr sollen am Nationalfeiertag keine Raketen den Nachthimmel über Bern erhellen.

(Bild: Walter Pfäffli)

Es ist knochentrocken. Seit ­Tagen gab es keine grösseren ­Regenschauer mehr. Und es schaut auch nicht so aus, als ob sich das in den nächsten Tagen ändern würde. Ausgerechnet vor dem Nationalfeiertag von nächster Woche hat die Hitze die Schweiz – und damit auch Stadt und Region Bern – fest im Griff.

Der Trockenheit fällt nun das traditionelle 1.-August-Feuerwerk auf dem Gurten zum Opfer. «Die aktuellen Temperaturen und die damit verbundene Trockenheit haben zur Folge, dass das Feuerwerk sowie das Höhenfeuer auf dem Gurten in diesem Jahr nicht stattfinden», teilte die Stadt Bern gestern mit.

Da keine Besserung in Sicht ist, müsse auch das Ausweichdatum für das Feuerwerk gestrichen werden. «Das Feuerwerk und das Höhenfeuer können somit erst wieder im nächsten Jahr durchgeführt werden.»

Dem grossen Grillieren auf der Kleinen Schanze stehe, sofern sich die Wetterlage nicht drastisch ändert, jedoch nichts im Weg. Dort lädt ein 100 Meter langer Grill zum Selberbräteln und Picknicken ein. Auch die anderen Aktivitäten finden am 1. August in der Stadt Bern wie geplant statt (Infos auf www.bern.ch/bundesfeier).

Mit Einschränkungen muss auch bei der Bundesfeier im Brünnengut in Bern-West gerechnet werden. Die Feier des Stadtteils VI dauert von 18 bis 23 Uhr. In der Pfrundscheune wird eine Festwirtschaft betrieben, es spielt Musik, Kinder strömen mit Lampions aus drei Richtungen aufs Gelände, Vizestadtratspräsident Philip Kohli (BDP) hält eine Rede.

Gefährdet ist aber das 1.-August-Feuer, das eigentlich um 22 Uhr gezündet werden sollte. Laut Ralf Treuthardt, Vizepräsident der Quartierkommission Bümpliz-Bethlehem, wird am Montag entschieden. «Es sieht aber eher nicht so aus, als ob es zum grossen Feuer kommt», sagte er gestern.

Kein Feuerwerk in der Migros

Auf die Trockenheit reagiert hat auch die Migros Aare und sämtliche Raketen, Heuler oder Vulkane aus dem Handel genommen. «Die ­Migros Aare hat beschlossen, per sofort den Feuerwerksverkauf einzustellen, da sich die Situation gemäss Wettervorhersagen auch zu Wochen­beginn nicht verbessern, sondern eher noch zuspitzen wird», teilte die Migros Aare gestern mit. Bereits gekaufte ­Ware kann mit Kassabon bei der Filiale, wo sie gekauft wurde, zurückgegeben werden.

Bei Coop nur im Oberland

Anders schaut es bei Coop aus. Hier wurde bisher kein genereller Verkaufsstopp von Feuerwerk verhängt. Coop beobachte die Situation, sagt Ronny Aeschbacher, Mediensprecher Coop Verkaufsregion Bern. Auf www.coop.ch/feuerwerk wird die Liste der Verkaufsstellen, welche Feuerwerk anbieten, laufend aktualisiert. «Wir sind diesbezüglich in Kontakt mit den Behörden», sagt Aeschbacher.

Auch Coop leiste seinen Beitrag, um mögliche Schäden durch Feuer beziehungsweise Feuerwerk zu vermeiden. Daher wurde in den Gegenden der Verkaufs­region Bern, in welchen ein Abbrenn­verbot herrscht oder mit anhaltender Trockenheit zu rechnen ist, der Verkauf gestoppt.

Momentan noch ausgeschlossen vom Verkaufsstopp im Kanton Bern sind die Berner Oberländer Verwaltungskreise Frutigen-Niedersimmental, Interlaken-Oberhasli, Obersimmental Saanen und Thun.

Berner Zeitung

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